Ethereum nähert sich historischer Serie von drei roten Quartalen, erste Erholungssignale sichtbar
Ethereum steckt in einer historischen negativen Quartalsserie, doch jüngste Kursanstiege und starkes Staking deuten auf eine mögliche Erholung hin.

Wichtigste Erkenntnisse
- Ethereum droht zum ersten Mal, drei Quartale in Folge im roten Bereich abzuschließen, doch diese historische Serie ist noch nicht endgültig.
- ETH liegt in diesem Quartal 18,4 % im Minus, nach den vorherigen Rückgängen von 28,28 % und 29,26 % in den beiden vorangegangenen Quartalen.
- Der Kurs erholte sich leicht über 1.700 $, während technische Signale und mehr als 39,5 Millionen gestakte ETH auf Widerstandskraft hindeuten.
Ethereum steht kurz davor, ein neues Kapitel in seiner Geschichte zu schreiben: Zum ersten Mal droht die zweitgrößte Kryptowährung, drei Quartale in Folge im roten Bereich abzuschließen. Nach Rückgängen von 28,28 % im vierten Quartal 2025 und 29,26 % im ersten Quartal 2026 liegt Ethereum in diesem Quartal bisher noch 18,4 % im Minus. Bei noch rund zwei Wochen Restlaufzeit ist aber noch nicht sicher, ob diese historische Serie tatsächlich vollendet wird.
Historischer Kontext und jüngste Entwicklung
Ethereum hat in seiner Geschichte noch nie drei Quartale in Folge negativ abgeschlossen, wie Daten von Coinglass zeigen. Die jüngsten Kursverluste haben ETH nahe an Mehrjahrestiefs gedrückt und bei Anlegern für deutlichen Pessimismus gesorgt. Analysten weisen darauf hin, dass es für Ethereum das zweit-schwächste erste Halbjahr seit 2022 ist. Gleichzeitig gibt es Anzeichen dafür, dass sich das Momentum drehen könnte. Die breiteren Risikomärkte bekamen nach Berichten über ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran einen Schub, wodurch die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung um 2 % stieg. Ethereum schnitt etwas besser ab, legte um 2,6 % zu und notiert wieder über 1.700 $ (1.470 €).
Technische Signale und Staking deuten auf Widerstandskraft hin
Neben den Marktbewegungen sprechen auch technische Indikatoren für einen möglichen Wendepunkt bei Ethereum. Mehrere Kennzahlen, etwa das Erreichen einer blauen unteren Akzeptanzzone und bestimmte RSI-Trends, scheinen mit früheren Zyklustiefs übereinzustimmen. Experten warnen aber, dass das Tief möglicherweise noch nicht erreicht ist, vor allem weil der wöchentliche RSI noch nicht über längere Zeit unter 30 gefallen ist und das ETH/BTC-Paar weiter in einem klaren Abwärtstrend bleibt.
Auffällig ist außerdem das Wachstum der gestakten ETH, das inzwischen mehr als 39,5 Millionen beträgt, verteilt auf über 887.000 Validatoren. Das spricht für eine starke langfristige Überzeugung der Halter, die ihre Coins lieber staken als verkaufen, was den Verkaufsdruck on-chain begrenzt. Auch große Akteure sammeln ETH weiter ein: Bitmine baut Ethereum-Treasury mit 41 Millionen $ an neuen Käufen aus, trotz der deutlichen Kursschwäche.
Was bedeutet das für europäische Anleger?
Für europäische Kryptobelegter kann diese Lage relevant sein, weil sie Hinweise auf mögliche Marktvolatilität und Erholungschancen bei Ethereum liefert, einer der wichtigsten Kryptowährungen weltweit. Die Kombination aus technischen Signalen und starkem Staking könnte darauf hindeuten, dass sich Anleger auf eine Stabilisierung oder Erholung vorbereiten, trotz der historischen Schwäche im dritten Quartal. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Einschätzung künftiger Trends sowohl Marktdaten als auch On-Chain-Metriken im Blick zu behalten.