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Bitcoin rutscht am letzten Julitag ab, während Aktien zulegen

Bitcoin und Ether geben nach, während Aktien zulegen. Makrodruck, Fed-Signale und geopolitische Spannungen halten den Derivatehandel vorsichtig.

Bitcoin rutscht am letzten Julitag ab, während Aktien zulegen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin fiel am letzten Julitag um 1,31 % auf 63.870 $, während Ether 1,40 % auf 1.890 $ verlor.
  • Aktien legten dagegen zu, mit Gewinnen in Südkorea und grünen Futures für den Nasdaq 100 und den S&P 500.
  • Makrodruck, geopolitische Spannungen und vorsichtiger Derivatehandel halten den Kryptomarkt schwach.

Der Krypto-Markt beendet den Juli mit schwächerer Tendenz. Bitcoin gab seit Mitternacht UTC um 1,31 % auf 63.870 $ (55.700 €) nach. Ether verlor im selben Zeitraum 1,40 % auf 1.890 $ (1.650 €), nachdem die Kryptowährung erneut daran gescheitert war, die Marke von 2.000 $ (1.740 €) zurückzuerobern. Parallel dazu zeigte sich an den Aktienmärkten ein freundlicheres Bild, unter anderem mit deutlichen Aufschlägen in Südkorea sowie grünen Futures für den Nasdaq 100 und den S&P 500.

Makro setzt Krypto unter Druck

Die Schwäche am Kryptomarkt fügt sich in ein breiteres Risikoumfeld ein, das digitale Assets in dieser Woche eher belastet hat. Spannungen im Nahen Osten und eher hawkishe Signale der Federal Reserve haben die Hoffnung auf eine Erholung zusätzlich gedämpft. Hinzu kommt, dass die Fed den Leitzins zuletzt bei 3,5 % bis 3,75 % belassen hat, während höhere Ölpreise infolge des U.S.-Iran-Konflikts die Inflationserwartungen weiter anheizen dürften.

Der CoinDesk 20 Index liegt seit Montag Mitternacht um 2,34 % im Minus, steht seit Juni aber weiterhin 8,7 % höher. Damit ist der Juli der erste Monat seit drei Monaten, in dem der Index positiv abschließt, und zugleich die stärkste Monatsperformance seit einem Jahr. Die jüngste Entwicklung zeigt jedoch, dass es dem Markt schwerfällt, diese Zugewinne zu verteidigen.

Derivate bleiben vorsichtig

Auch am Derivatemarkt bleibt die Stimmung zurückhaltend. Das Verhältnis von Taker-Long- zu Short-Futures-Volumen deutet weiterhin auf eine bearish Bias hin, was darauf hindeutet, dass Marktteilnehmer häufiger auf der Verkaufsseite aktiv sind. Bei Bitcoin hat sich das Open Interest mit rund 750.000 Kontrakten über den gesamten Monat hinweg kaum verändert. Das spricht dafür, dass Händler nur begrenzt zusätzliches Kapital in gehebelte Produkte lenken.

Bei XRP zeigt sich ein anderes Bild. Das Futures-Open-Interest stieg weiter auf 2,27 Milliarden Tokens und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende Juni, während der Kurs im selben Zeitraum von 1,13 $ (0,98 €) auf 1,07 $ (0,93 €) zurückging. Diese Kombination wird häufig als Bestätigung eines Abwärtstrends gewertet, weil Trader dann eher Short-Positionen aufbauen, um auf weitere Verluste zu setzen.

Bedeutung für Europa

Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass sich der Markt nicht mehr nur aus dem eigenen Umfeld heraus bewegt, sondern zunehmend auf Makrodaten, Zinserwartungen und geopolitische Spannungen reagiert. Dadurch wird die Verknüpfung zwischen Krypto, Aktien und Anleihen deutlicher, zumal die implizite Volatilität von Bitcoin inzwischen auf 37 % gefallen ist und damit den niedrigsten Stand seit Mai erreicht hat. In einem solchen Umfeld kann eine plötzliche Änderung der Zinserwartungen oder der Risikostimmung rasch auf den Kryptomarkt durchschlagen.


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