Ethereum unter Druck durch Angebotknappheit: SharpLink kauft für 295 Millionen Dollar
Das zweitgrößte Ethereum-Treasury-Unternehmen der Welt hat erneut zugeschlagen.

Der zweitgrößte Ethereum-Treasury-Anbieter der Welt hat erneut zugeschlagen. Laut Daten von Arkham Intelligence kaufte SharpLink beachtliche 77.210 ETH, gut 300 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Das entspricht mehr als die ETH-Menge, die in den letzten 30 Tagen vom Netzwerk freigegeben wurde (72.796 ETH).
Mit diesem Kauf wächst SharpLinks Gesamtbestand an ETH auf über 438.000 ETH, Wert über 1,69 Milliarden Dollar bei aktuellem Kurs. Damit festigt das Unternehmen seinen zweiten Platz in der globalen Rangliste der größten Ethereum-Treasuries. Nur Bitmine Immersion, die mehr als 2 Milliarden Dollar an ETH hält, bleibt vorerst Spitzenreiter.
SharpLink scheint entschlossen, diese Kluft zu schließen. Am Freitag View post on X gab das Unternehmen bekannt, dass Joseph Chalom, früherer Schwergewicht bei BlackRock mit zwanzig Jahren Erfahrung, als Co-CEO ernannt wurde. Chalom soll die weltweite Strategie des Unternehmens lenken und SharpLink zu einer dominierenden Kraft in der Crypto-Infrastruktur machen.
Die Ambitionen gehen weiter: Das Unternehmen prüft eine neue Aktienemission, um zusätzlich mehrere Milliarden in Ethereum zu investieren. Ob es damit Bitmine einholen kann, ist noch fraglich. Auch Bitmine Immersion rührt weiter die Werbetrommel: Unter dem neuen Vorsitzenden Tom Lee will das Unternehmen seine Position weiter ausbauen und peilt an, etwa 5% des gesamten ETH-Angebots zu halten.
Der massive Kapitalzufluss zu Ethereum beschränkt sich nicht nur auf Unternehmen wie SharpLink. Auch ETH-ETFs verzeichnen diese Woche Milliarden an neuem Zufluss, was die bullische Stimmung rund um Ethereum weiter antreibt.
Zum Redaktionsschluss notiert ETH knapp unter der Marke von 4.000 Dollar, während Bitcoin sich in Richtung 120.000 Dollar bewegt. Der breite Kryptomarkt steigt mit der als historisch bezeichneten Handelswoche, auch dank einer Megadeal auf Makroebene.
Dennoch lauern Herausforderungen: In den kommenden Tagen schaut der Markt gespannt auf das Zinsentscheid des US-Fed Open Market Committee (FOMC), neue Zahlen zur Kerninflation (PCE) und Quartalszahlen großer US-Technologieunternehmen – Faktoren, die die Kursrichtung von Bitcoin und Ethereum stark beeinflussen können.