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EU verschiebt Abstimmung über MiCA-Kryptoregulierung

Es wird noch eine Weile dauern, bis der bahnbrechende Entwurf der MiCA-Kryptoregulierung bekannt gegeben wird.

EU verschiebt Abstimmung über MiCA-Kryptoregulierung

Es wird noch eine Weile dauern, bis der bahnbrechende Entwurf der MiCA-Kryptoregulierung bekannt wird. Die Abstimmung in der Plenarsitzung wird verschoben.

Sitzung frühestens im Februar 2023

Es gibt bereits eine Einigung über den MiCA-Gesetzentwurf (Market in Crypto Assets). Aber der Text wird mindestens bis Februar dauern, bis er demokratische Legitimation erhält. Denn wie ein Sprecher des EU-Parlaments gegenüber Coindesk bestätigt hat, werden die Abgeordneten frühestens im Februar 2023 abstimmen. Eigentlich hätte die bahnbrechende Kryptoregulierung bereits im Dezember auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt werden sollen. Die Größe und Komplexität des Gesetzes verursachen jedoch Verzögerungen im Prozess. Die umfangreiche Verordnung muss jedoch in alle 24 Amtssprachen der Europäischen Union übersetzt werden, bevor darüber abgestimmt werden kann.

Bisher wurde MiCA im zuständigen Wirtschaftsausschuss in der Entwurfversion des EP-Mitglieds Stefan Berger (CDU) genehmigt. Das Plenum des Europaparlaments und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten müssen jedoch noch zustimmen, damit die Verordnung rechtlich bindend wird.

MiCA gilt nicht nur innerhalb der EU als richtungsweisende Entwurfsverordnung für den Umgang mit Bitcoin und Co. Auch international blickt die Branche auf den europäischen Ansatz. Europa gilt als Schlüsselmarkt für die Kryptobranche; ein Fünftel der globalen Crypto-Wirtschaft stammt aus Europa.

MiCA: Verbot von Proof of Work findet keine Mehrheit der Stimmen

Die Debatte über MiCA hat auch für Aufregung gesorgt, weil eine Gruppe linker Parteien vehement für ein EU-weites Handelsverbot für Proof-of-Work-Kryptos wie Bitcoin geworben hat. Dieser Vorschlag fand im endgültigen Gesetzentwurf jedoch keine Mehrheit.

Im Juli sprach BTC-ECHO mit Rasmus Andresen, dem grünen Parlamentsabgeordneten, der die treibende Kraft hinter dem Bitcoin-Verbot war.

Neben dem gescheiterten Versuch, PoW-Münzen zu verbieten, werden Herausgeber von Stablecoins in Zukunft verpflichtet, Reserven aufzubauen – der Hintergrund davon ist der Zusammenbruch des Terra-Luna-Ökosystems.


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