Ex-Celsius-CEO Mashinsky offiziell von der US-CFTC ausgeschlossen
Die US-Aufsichtsbehörde verhängt gegen Mashinsky ein dauerhaftes Handelsverbot, zusätzlich zu seiner früheren Strafe. Was das für die Folgen von Celsius und die Krypto-Aufsicht bedeutet, liest du hier.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die US-CFTC hat dem Ex-Celsius-CEO Alexander Mashinsky dauerhaft verboten, unter ihrer Aufsicht zu handeln oder sich zu registrieren.
- Das Verbot folgt auf seine frühere Verurteilung, zwölf Jahre Haft, eine Geldstrafe von $50.000 und eine Rückzahlungspflicht von $48 Millionen.
- Laut der CFTC hat Celsius Hunderttausende Kunden über die Sicherheit und Profitabilität der Plattform getäuscht, woraufhin das Unternehmen pleiteging.
Alexander Mashinsky, der frühere CEO des inzwischen insolventen Krypto-Unternehmens Celsius, darf offiziell keine Geschäfte mehr mit der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) machen. Dieser Schritt folgt auf seine frühere Verurteilung und Haftstrafe wegen Betrugs.
Formelles Handelsverbot durch die CFTC
Die CFTC hat Mashinsky dauerhaft verboten, sich zu registrieren oder unter ihrer Aufsicht zu handeln. Dieses Verbot wurde am Donnerstag offiziell festgehalten und von einem Richter im Southern District of New York genehmigt. Zwar wurden keine neuen Geldstrafen verhängt, doch kommt die Entscheidung zusätzlich zu seiner früheren Strafe von zwölf Jahren Haft, einer Geldstrafe von $50.000 (€43.600) und der Pflicht, $48 Millionen (€41,9 Millionen) zurückzuzahlen.
Laut der CFTC hat Mashinsky zusammen mit Celsius ein betrügerisches System aufgebaut, bei dem Hunderttausende Kunden über die Sicherheit und Profitabilität der Plattform getäuscht wurden. Während Celsius seinen Kunden weiter versicherte, dass ihre Einlagen sicher seien und Zinsen abwerfen würden, erlitt das Unternehmen massive Verluste, die am Ende zum Bankrott führten.
Hintergrund zu Celsius und Auswirkungen auf den Kryptomarkt
Celsius Network, gegründet 2017, bot Nutzern die Möglichkeit, Kryptowährungen einzuzahlen und dafür Zinsen zu erhalten. Im Juni 2022 stoppte die Plattform plötzlich alle Auszahlungen und Transfers wegen extremer Marktbedingungen, was mit einem starken Rückgang unter anderem von Bitcoin zusammenfiel. Kurz darauf meldete Celsius Insolvenz an, mit Schulden, die mehr als eine Milliarde Dollar über den Assets lagen.
Der Zusammenbruch von Celsius war Teil einer breiteren Welle von Insolvenzen in der Krypto-Branche, die das Vertrauen in den Markt deutlich belastete. Neben der strafrechtlichen Verfolgung durch die US-amerikanischen Behörden wurde Celsius auch von der Securities and Exchange Commission (SEC) wegen Betrugs und des nicht registrierten Angebots von Wertpapieren verklagt.
Relevanz für europäische Kryptoanleger
Auch wenn sich die Maßnahmen der CFTC speziell auf die Vereinigten Staaten beziehen, zeigen sie, wie wichtig Transparenz und die Einhaltung von Regelungen in der Krypto-Branche weltweit sind. Europäische Anleger können daraus ableiten, dass Aufsichtsbehörden hart gegen Täuschung und Betrug vorgehen, was sich möglicherweise auch auf die Regulierung von Krypto-Unternehmen in Europa auswirkt. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Aufsicht über Krypto-Aktivitäten und die Bedeutung sorgfältiger Due Diligence durch Investoren.