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FTX-Verkauf von SBFs Beteiligungen entpuppt sich als Milliardenfehler

Die FTX-Masse hat frühe Positionen unter anderem in Cursor, Anthropic und Robinhood viel zu früh verkauft. Dadurch gingen Milliarden an potenziellem Wert verloren.

FTX-Verkauf von SBFs Beteiligungen entpuppt sich als Milliardenfehler

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die FTX-Insolvenzmasse verkaufte frühe Aktienpositionen in Cursor, Anthropic und Robinhood für einen Bruchteil ihres späteren Werts.
  • Alameda Research investierte 2022 $200.000 in Anysphere; diese 5% wären heute rund $3 Milliarden wert.
  • Die Masse verkaufte außerdem 7,6% Robinhood und 30 Millionen Solana-Tokens, unter Druck, Gläubiger schnell auszuzahlen.

Der erzwungene Verkauf von Investments durch die FTX-Insolvenzmasse hat zu enormen verpassten Chancen geführt. Frühe Aktienpositionen in Unternehmen wie Cursor, Anthropic und Robinhood wurden für einen Bruchteil ihres heutigen Werts verkauft, was zeigt, wie wichtig das Timing im Venture Capital ist.

Frühe Investments und schneller Verkauf

Sam Bankman-Frieds Investmentvehikel Alameda Research steckte 2022 $200.000 (€172.500) in Anysphere, das Unternehmen hinter dem KI-Tool Cursor, und sicherte sich damit rund 5% des Unternehmens. Diese Position wurde im Jahr darauf zum Einstandspreis verkauft, während SpaceX Cursor kürzlich für $60 Milliarden (€51,8 Milliarden) übernahm. Dieselben 5% wären heute etwa $3 Milliarden (€2,6 Milliarden) wert, also das 15.000-Fache.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Anthropic, einem KI-Labor, in das FTX 2021 rund $500 Millionen (€431 Millionen) investierte und damit fast 8% des Unternehmens hielt. Die Masse verkaufte diese Position 2024 für etwa $1,3 Milliarden (€1,1 Milliarden), während Anthropic inzwischen mit $380 Milliarden bewertet wird. Dieselben Anteile wären heute mehr als $30 Milliarden (€25,9 Milliarden) wert.

Weitere wichtige Exits

Auch der Verkauf eines 7,6%-Anteils an Robinhood durch die Masse brachte weniger ein als der heutige Marktwert. Die Aktien wurden 2023 für rund $606 Millionen (€523 Millionen) zurückverkauft, während sie heute mehr als $5 Milliarden (€4,3 Milliarden) wert sind. Außerdem verkaufte die Masse 2024 etwa 30 Millionen Solana (SOL)-Tokens für rund $64 (€55) pro Stück. Zwar erreichte der SOL-Preis später einen Höchststand von etwa $293 (€253), doch der aktuelle Kurs liegt bei rund $74 (€64), wodurch der Verkauf im Rückblick vergleichsweise weniger schmerzhaft wirkt.

Diese erzwungenen Verkäufe waren die Folge davon, dass die Gläubiger nach dem 2022 beantragten FTX-Insolvenzverfahren schnell ausgezahlt werden mussten. Alameda Research, mitgegründet von Bankman-Fried, war ein wichtiger Akteur am Kryptomarkt und ein früher Investor unter anderem in Solana. Die schnelle Liquidation dieser Positionen steht in starkem Kontrast zu dem langen Atem, der bei Investments in innovative Technologien normalerweise nötig ist.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Diese Entwicklungen zeigen, wie Liquiditätsdruck und rechtliche Rahmenbedingungen Anlagestrategien beeinflussen können, auch im Kryptosektor. Europäische Anleger können daraus mitnehmen, dass Timing und Geduld beim Investment in aufstrebende Technologien wie KI und Blockchain entscheidend sind. Außerdem unterstreicht das, wie wichtig es ist, die Risiken von Investments in Unternehmen zu verstehen, die möglicherweise rechtlichen und finanziellen Unsicherheiten ausgesetzt sind.


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