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Deutsche Kryptoaktivität wächst um fast 50 Prozent

Laut einem neuen Bericht von Chainalysis hat Europa die größte Krypto-Wirtschaft der Welt.

Deutsche Kryptoaktivität wächst um fast 50 Prozent

Nach einem neuen Bericht des Analysehauses Chainalysis hat Europa die größte Krypto-Wirtschaft der Welt. Von den Top-10-Krypto-Wirtschaften in Westeuropa schneidet vor allem Deutschland gut ab.

Länder in Mittel-, Nord- und Westeuropa (CEW) bilden nach wie vor den größten Krypto-Wirtschaftssektor der Welt. Das geht aus einem neuen Bericht der Blockchain-Analytics-Firma Chainalysis hervor. Laut der Studie flossen zwischen Juli 2021 und Juni 2022 1,3 Milliarden Dollar an Kryptowährungen in die ZNW-Länder. Nordamerika ist die zweitgrößte Region, in der die Popularität von Krypto gestiegen ist: 1,14 Milliarden Dollar. Kürzlich veröffentlichte das Analyseunternehmen seine jährliche Crypto Adoption Index, der den Trend illustriert.

Obwohl es nicht für die Poleposition reichte, gilt weiterhin, dass sechs der Top-40-Länder, in denen die Akzeptanz von Krypto am stärksten gestiegen ist, im Westen liegen. Dazu gehören Großbritannien (17.), Deutschland (21.), Frankreich (32.), Spanien (34.), Portugal (38.) und die Niederlande (39.).

Deutschland in Bild

Laut Chainalysis spielt Deutschland eine besondere Rolle: In den Top-10 der Krypto-Wirtschaften Europas ist die On-Chain-Aktivität in Deutschland am stärksten gewachsen. So soll das Transaktionsvolumen der Deutschen im Zeitraum Juli 2021 bis Juni 2022 um stolze 47 Prozent gestiegen sein. Der Gegenwert: etwa 200 Milliarden Dollar.

Nur Großbritannien verzeichnete eine größere Zufuhr von Bitcoin und anderen Kryptowährungen – prozentual liegt Deutschland dennoch weiterhin auf dem ersten Platz.

"Deutschland zeigte ein größeres Interesse an ETH als die meisten Länder Westeuropas und ein geringeres Interesse an BTC, wodurch es stärker in die Auf- und Abstieg von DeFi verwickelt war," sagte Kim Grauer, Forschungsleiterin bei Chainalysis. "Wir vermuten, dass dies dazu führte, dass die Aktivität in Deutschland schneller wuchs als in andere Regionen, aber auch schneller sank, weil die DeFi-Märkte abnahmen."

In den kleineren europäischen Ländern zeigen die Wachstumsraten große Unterschiede: Estland wuchs zum Beispiel um stolze 76 Prozent, während die Krypto-Aktivität in Malta sogar halbierte.

Sonderfall: Osteuropa

Osteuropa wird im Chainalysis-Bericht als eigenständige Region aufgeführt.

Laut dem Bericht flossen im Zeitraum Juli 2021 bis Juni 2022 630,9 Milliarden Dollar an Kryptowährungen in die Region – etwas mehr als 20 Prozent des weltweiten Transaktionsvolumens.

Besonders der Krieg zwischen Russland und der Ukraine beeinflusst den Kryptosektor in osteuropäischen Ländern. Laut der Studie verzeichneten beide Länder einen Anstieg der Kryptotransaktionen kurz nach Kriegsausbruch. Auch Polen verzeichnete im März einen Höhepunkt.

"Seit dem Krieg beobachten wir viel Unterstützung für die Kryptobranche in der Ukraine," sagte Grauer.

Zu diesem Zeitpunkt wurden in Russland mehr als 2,5 Millionen Kryptotransaktionen festgestellt, und in der Ukraine und Polen jeweils mehr als eine Million. Während die Kryptotransaktionen im Kreml seit Kriegsbeginn wieder zurückgingen, gibt es Anzeichen für einen Anstieg in der Ukraine.


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