Harmony-Exploit setzt Altcoins unter Druck, Bitcoin bleibt stabil
Der Exploit bei Harmony traf den ONE-Token hart, während Händler vor allem auf die US-CPI-Daten warten. Bitcoin blieb relativ stabil, doch Altcoins standen unter zusätzlichem Druck.

Wichtigste Erkenntnisse
- Harmony bestätigte einen Exploit, bei dem rund 4 Milliarden ONE-Tokens gemint wurden, was etwa 26% des umlaufenden Angebots entspricht.
- Der Angriff drückte ONE um bis zu 40% nach unten und setzte Altcoins zusätzlich unter Druck, während Bitcoin stabil bei rund $63.900 blieb.
- Anleger warteten am Mittwoch auf die US-CPI-Daten, während der Fear and Greed Index bei 38 lag und Shorts den Derivatemarkt dominierten.
Die Kryptomärkte blieben am Mittwoch auffallend ruhig, während Händler gleichzeitig einen Protokoll-Exploit verarbeiteten und auf die US-amerikanischen Inflationsdaten blickten, die oft den Ton für risikoreiche Assets setzen. Bitcoin hielt sich dabei stabil, doch bei Altcoins sorgte der Angriff auf Harmony für zusätzlichen Druck auf die Stimmung.
Harmony meldet großen Exploit
Harmony, ein Layer-1-Blockchain-Netzwerk für DeFi-Protokolle und Marktplätze, bestätigte, dass es im frühen asiatischen Handel von einem Exploit betroffen war. Ein Angreifer mintete rund 4 Milliarden ONE-Tokens über leere Blocks, was etwa 26% des umlaufenden Angebots des Tokens entspricht.
Den Marktdaten zufolge wurden etwa 2,8 Milliarden dieser Tokens schnell an Exchanges geschickt. Das drückte ONE um bis zu 40% nach unten und brachte den Token auf ein neues Tief. Für Kryptobeobachter ist vor allem relevant, dass Harmony schon früher Ziel war: Die Horizon Bridge wurde bereits im Juni 2022 geleert, ein Angriff, der damals rund $100 Millionen (€86,7 Millionen) kostete.
Markt wartet auf CPI-Zahl
Breite Märkte bewegten sich in der Vorbereitungsphase auf die US-CPI-Veröffentlichung für Juli kaum, die um 12:30 UTC auf dem Kalender steht. Brentöl notierte bei rund $90 (€78) pro Barrel, nachdem neue Angriffe auf die Schifffahrt in der Bab el-Mandeb Strait und ein US-Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman die Sorgen um das Angebot erneut angefacht hatten.
Bitcoin verarbeitete all das ruhig und lag seit Mitternacht UTC 0,23% höher bei rund $63.900 (€55.400). Der Fear and Greed Index stand bei 38, was auf einen zurückhaltenden Markt hindeutet. Am Derivatemarkt blieb die gesamte Aktivität nahezu unverändert, doch die zugrunde liegende Positionierung verschob sich: Taker wurden bearish und Shorts machten 51,36% der Aktivität aus.
Warum das relevant ist
Die Kombination aus einem neuen Exploit und abwartendem Makrohandel zeigt, wie empfindlich der Kryptomarkt weiterhin sowohl auf Security-Vorfälle als auch auf US-Inflationsdaten reagiert. Gerade bei Altcoins kann ein Vorfall bei einem einzelnen Netzwerk schnell auf die breitere Stimmung durchschlagen, während Bitcoin vorerst vor allem als abwartender Marktbarometer fungiert. Das macht die kommenden Stunden relevant für europäische Krypto-Follower, die verstehen wollen, warum sich Liquidität und Risikobereitschaft so schnell verschieben können.