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XRP-Bridge verliert 200.000 Dollar nach Fehler in der Deposit-Prüfung

Die Bridge zwischen der XRP Ledger und Coreum/tx wurde innerhalb von 97 Minuten durch einen Fehler in der Deposit-Verifizierung leergezogen. Tx hat den Code behoben und das FBI eingeschaltet.

XRP-Bridge verliert 200.000 Dollar nach Fehler in der Deposit-Prüfung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Eine XRP-Bridge verlor fast 200.000 XRP, rund 200.000 Dollar, wegen eines Softwarefehlers in der Deposit-Prüfung.
  • Der Angreifer behauptete Einzahlungen, die nie erfolgt waren, woraufhin echte XRP aus der Reserve abgezogen wurden.
  • Tx hat den anfälligen Code behoben und forensische Spezialisten sowie das FBI Internet Crime Complaint Center eingeschaltet.

Eine XRP-Bridge hat fast 200.000 XRP verloren, was beim aktuellen Kurs rund 200.000 Dollar (173.300 Euro) entspricht, nachdem ein Softwarefehler es einem Angreifer ermöglichte, Einzahlungen zu behaupten, die nie erfolgt waren. Die Bridge verband die XRP Ledger mit Coreum, dem Netzwerk, das im März in tx umbenannt wurde, und wurde innerhalb von 97 Minuten leergezogen, bevor das System am 9. August gestoppt wurde.

Wie der Angriff funktionierte

Eine Bridge funktioniert in der Praxis wie ein Tresor mit einer Quittung. Ein Nutzer sendet XRP an eine Reserve-Wallet auf der XRP Ledger, woraufhin die Bridge auf der anderen Chain denselben Betrag an gebridgten XRP ausgibt. Wenn diese Tokens zurückkommen, kann der Nutzer die echten XRP aus der Reserve abheben.

Laut tx lag der Fehler in der Software, die Transaktionen als Einzahlungen erfasste, selbst wenn überhaupt keine XRP an die Reserve gesendet worden waren. Dadurch erhielt der Angreifer gebridgte XRP auf der tx-Chain, ohne dass dafür echte Deckung vorhanden war. Diese ungedeckten Tokens wurden anschließend wieder durch die Bridge geschickt, woraufhin echte XRP aus der Reserve abgezogen wurden.

Der Drain begann um 19:16 UTC. Jede Auszahlung wurde von 17 der 28 Relayer der Bridge genehmigt, genau wie das System es vorgesehen hatte, weil die interne Buchführung die Einzahlungen als gültig ansah. Die Schwachstelle lag eine Ebene tiefer: Der Relayer-Code verarbeitete Zahlungen mit dem Memo der Bridge, ohne zuvor die Zieladresse zu prüfen.

Breiteres Risiko für Bridges

Cross-Chain-Bridges bleiben ein sensibler Teil des Kryptomarkts, gerade weil sie verschiedene Netzwerke miteinander verbinden und dabei auf eine präzise Verifizierung angewiesen sind. Im Jahr 2026 wurden bereits mehrere Bridge-Angriffe gemeldet, mit laut Branchendaten mehr als 328 Millionen Dollar (284 Millionen Euro) an Verlusten in acht großen Vorfällen. Frühere Hacks wie Ronin und Wormhole zeigen, dass diese Art von Infrastruktur schon länger unter Druck steht.

Für europäische Krypto-Leser ist das relevant, weil Bridges oft genutzt werden, um Liquidität und Tokens zwischen Chains zu verschieben, während die Sicherheit stark auf Softwarelogik und Relayer setzt. Wenn eine solche Kontrollschicht ausfällt, kann sich ein Angriff schnell in echte Verluste in Reserve-Wallets übersetzen, wie auch hier geschehen.

Reaktion von tx

Tx teilte in einem Update mit, dass der anfällige Code identifiziert und behoben wurde, dass Blockchain-Forensik-Spezialisten eingeschaltet wurden und dass eine Beschwerde beim FBI Internet Crime Complaint Center eingereicht wurde. Das Unternehmen hat noch nicht gesagt, wie betroffene Inhaber entschädigt werden.

Onchain-Tracking zeigt inzwischen, dass das gestohlene XRP innerhalb weniger Stunden über mehrere andere Adressen weiterbewegt wurde. Das erschwert die Rückholung der Gelder, auch wenn noch nicht klar ist, wie viel davon letztlich noch nachverfolgbar ist.


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