Finst

Hat die Crypto-Lobby zu viel Macht? Viele Politiker schlagen Alarm

Mehr Einblick im Umgang mit der Crypto-Lobby: Das fordern mehrere US-Politiker in einem offenen Brief an die obersten Regierungsbeamten.

Hat die Crypto-Lobby zu viel Macht? Viele Politiker schlagen Alarm

Mehr Einblick in den Umgang mit der Crypto-Lobby: Das fordern mehrere US-Politiker in einem offenen Brief an die obersten Regierungsbeamten. Die Crypto-Industrie erweitert ihren Einfluss, indem sie Millionen in Kampagnen steckt und Aufsichtsbehörden einstellt.

Politiker, darunter die US-Senatorinnen Elizabeth Warren und Sheldon Whitehouse, sowie Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, sind besorgt über die wachsende Verstrickung von Crypto-Industrie und Politik. Laut einem offenen Brief haben Unternehmen ihre Lobbying-Anstrengungen in den vergangenen Monaten stark erweitert. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Regulierung des Kryptosektors im Blick war.

Als Teil dieser "Beeinflussungskampagne" haben Kryptounternehmen nun mehr als 200 ehemalige Regierungsbeamte eingestellt. Die Ausgaben für Lobbyarbeit sind in den letzten drei Jahren vervierfacht.

Wie mächtig ist die Crypto-Lobby?

Eine berechtigte Sorge: "Wir befürchten, dass die Offenheit der Crypto-Industrie den Politikgestaltungsprozess kaufen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in unsere Finanzaufsicht verringern könnte."

Indem sie Beamte einstellen, verschafft sich die Crypto-Industrie selbst Erlaubnis - ein wichtiger Bestandteil "für eine Industrie, die viele ihrer Produkte entwickelt, um regulatorische Aufsicht zu umgehen", so die Politiker. So wie mächtige Wall-Street-Interessen die Finanzregulierung beeinflussen, versucht die Crypto-Industrie, die Regulierung in ihre eigenen Hände zu legen.

Ein Armlängens Abstand

Finanzaufsichtsbehörden werden aufgefordert, die Sicherheit und Fairness unserer Finanzmärkte zu wahren. Die Regeln am Finanzmarkt sollten Risiken verringern, Sicherheit verbessern und für einen fairen und effizienten Marktbetrieb sorgen – aber nicht einfach den Wünschen der Crypto-Industrie entsprechen.

Der Brief richtet sich unter anderem an SEC-Vorsitzenden Gary Gensler, CFTC-Vorsitzenden Rostin Behnam, US-Finanzministerin Janet Yellen und Fed-Präsident Jerome Powell. Sie müssen bis zum 7. November Bericht erstatten über die zentralen Richtlinien der US-Behörden, zum Beispiel über Fristen, die bei Rollenwechseln zwischen Politik und Wirtschaft zu beachten sind, und welche Methoden genutzt werden, um potenzielle Eigeninteressen zu vermeiden.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.