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Hongkonger Banken erreichen bei Quantenbereitschaft nur 2,3 Punkte

Die HKMA warnt vor Post-Quantum-Risiken und will Banken mit einem Toolkit und Workshops auf neue kryptografische Standards vorbereiten.

Hongkonger Banken erreichen bei Quantenbereitschaft nur 2,3 Punkte

Wichtigste Erkenntnisse

  • Hongkonger Banken erreichen beim Quantum Preparedness Index der HKMA im Schnitt nur 2,3 von 10.
  • Viele Institute befinden sich noch in der Bewusstseinsphase und haben bislang kaum formelle Pläne für Post-Quantum-Kryptografie.
  • Die HKMA warnt vor Harvest-now, decrypt-later-Angriffen und will bis 2030 einen Wert von 10 erreichen.

Hongkonger Banken kommen beim Quantum Preparedness Index der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) im Durchschnitt nur auf 2,3 von 10. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde befinden sich viele Banken weiterhin in einer frühen Bewusstseinsphase und verfügen bislang nur über wenige formelle Pläne oder Pilotprojekte rund um Post-Quantum-Kryptografie. Quantencomputing gilt dabei langfristig als ernstzunehmende Herausforderung für die Kryptografie, auf der modernes Finance und Krypto aufbauen.

Warum das jetzt wichtig ist

Die HKMA weist darauf hin, dass Banken anfällig für sogenannte Harvest-now, decrypt-later-Angriffe sein könnten. Dabei speichern Angreifer verschlüsselte Daten schon heute, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu entschlüsseln, sobald Quantenhardware leistungsfähig genug ist. Das Risiko betrifft nicht nur Banken, sondern auch Blockchains wie Bitcoin und Ethereum, die auf derselben kryptografischen Grundlage beruhen.

Bis 2030 will die Aufsichtsbehörde einen Wert von 10 erreichen und setzt dafür auf konkrete Hilfsmittel. Gemeinsam mit der Business School der Hong Kong University of Science and Technology entwickelt die HKMA ein Toolkit für Post-Quantum-Kryptografie und veranstaltet Workshops, um Banken bei Crypto Agility und bei der Vorbereitung auf neue Standards zu unterstützen.

Von der Bewusstseinsphase zur Umsetzung

Die Warnung fügt sich in eine breitere internationale Debatte darüber ein, ab wann Quantencomputing tatsächlich für Angriffe auf bestehende Sicherheit relevant werden könnte. Praktische Maschinen, die Bankensysteme oder Blockchains heute brechen könnten, gibt es bislang nicht. Schätzungen dazu, wann dieses Risiko real werden könnte, reichen jedoch bereits bis 2029.

Auch außerhalb Hongkongs steigt der Druck, Systeme rechtzeitig anzupassen. In den Vereinigten Staaten hat Präsident Donald Trump kürzlich zwei Executive Orders unterzeichnet. Eine davon soll die Entwicklung von Quantencomputing beschleunigen, die andere lenkt die föderale Migration zu Post-Quantum-Kryptografie in Richtung 2030-31. Ein konkretes Beispiel für solche Vorbereitungen ist quantensichere Zertifizierung, bei der Aufsichtsbehörden bereits Anforderungen an Systeme formulieren, die mit sensiblen Daten arbeiten.


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