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ImmutableX will den NFT-Markt erobern – gelingt das?

ImmutableX ist ein Blockchain-Netzwerk, das den NFT-Markt mit "enormer Skalierbarkeit" erobern will.

ImmutableX will den NFT-Markt erobern – gelingt das?

ImmutableX ist ein Blockchain-Netzwerk, das den NFT-Markt mit "enormer Skalierbarkeit" erobern will. Kann es schaffen?

ImmutableX ist eine skalierbare Lösung für NFTs auf Basis von Ethereum. In dem offiziellen Whitepaper wird jedoch behauptet, dass es Ethereum mit instant trades, enormer Skalierbarkeit und dem Wegfall von Gas-Kosten beim Handel und Minten (Speichern) neuer NFTs übertreffen soll. Das Projekt spart nicht mit Superlativen: ImmutableX ist weltweit die technisch fortschrittlichste Lösung für Skalierbarkeit. Zeit, das Projekt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wie will ImmutableX Marktführer werden?

Ein Ziel des Projekts ist es, die Sicherheit des NFT-Handels hochzuhalten und bei der Skalierbarkeit keine Kompromisse zu machen. Mit anderen Worten: blitzschneller NFT-Handel mit hohen Sicherheitsmaßnahmen. Um das zu erreichen, nutzt das Projekt unter anderem die ZK-Rollup-Skalierungsengine.

ZK-Rollups ermöglichen es, eine große Anzahl von Transaktionen zu bündeln, sie vollständig zu validieren und sie schließlich an einen Layer-1-Smart-Contract weiterzuleiten. So soll das Projekt nach eigenen Angaben in jeder Sekunde 9.000 NFT-Transaktionen, Trades und Mints über die Blockchain abwickeln.

Um die Verarbeitung von Anfragen ans Netzwerk zu vereinfachen, verpackt ImmutableX die ZK-Rollups in API-Abstraktionsschichten. Diese Programmierschnittstellen ermöglichen eine Verbindung zwischen der Blockchain und der Außenwelt, die das Durchlaufen von Smart-Contracts spart. So will das Projekt Arbeitswege und Rechenleistung verkürzen.

Verbindung zur Außenwelt

Das ImmutableX-Team hat auch etwas für die Interoperabilität mit anderen Systemen in der Kryptobranche entwickelt. So kann man über jede Ethereum-Wallet eine Verbindung zum Netzwerk herstellen, ohne die App zu wechseln.

Für die Programmiererseite bietet das Projekt außerdem passende Software Development Kits (SDKs), die die Interaktion mit dem Protokoll noch einmal erleichtern. So will das Projekt sich allen wichtigen Programmiersprachen und Plattformen öffnen.

Kurz gesagt, ImmutableX tut alles, um der beste Mittelsmann für die NFT-Welt zu sein.

Liquidität, Marktplatz und Compliance

Um die größtmögliche Liquidität für den NFT-Handel zu generieren, setzt das Projekt erneut auf Interoperabilität. Das Ziel ist ein Orderbuch, das auf allen Plattformen funktioniert. Mit anderen Worten: Du kannst eine Order auf einer NFT-Marktplatz erstellen und sie auf der anderen Marktplatz ausführen lassen.

Außerdem bietet ImmutableX eine Compliance-Plattform, auf der potenzielle NFT-Anbieter die rechtliche Arbeit auslagern können. Potenzielle Partner können sich voll auf das sperrige Thema Regulierung konzentrieren und müssen sich nicht mit langweiligen Vorgaben rumärgern.

Welche Rolle spielt das IMX-Token?

IMX ist ein ERC-20-Token. Das bedeutet, er nutzt die technologische Infrastruktur von Ethereum, um seine eigenen Funktionen auszuführen. Angesichts dessen, was wir bisher über das Projekt wissen, ist das mehr als logisch.

Im ImmutableX-Universum übernimmt die Kryptowährung die klassische Rolle eines Utility-Tokens. Ohne ihn geht nichts. So müssen mindestens 20 Prozent aller Netzwerkkosten in IMX bezahlt werden. Das kann auch mit anderen Kryptowährungen geschehen; ImmutableX sorgt dann für die Umrechnung in IMX.

Außerdem können die Token genutzt werden, um das Proof-of-Stake-Konsensus-Mechanismus des Protokolls zu unterstützen. Wer sie in den Staking Rewards Pool einzahlt, erhält Belohnungen in IMX. Je mehr Token man ins Netzwerk legt, desto mehr Belohnungen erhält man für sein Geld.

Tokenverteilung und Preisentwicklung

Wenn man auf die Tokenverteilung schaut, fällt sofort auf, dass mehr als 75 Prozent der Token für die weitere Entwicklung des Projekts und des Ökosystems zurückgehalten werden. Einerseits ein gutes Signal für das Projekt selbst. Andererseits bedeutet es, dass nur ein sehr kleiner Teil, nämlich 5,42 Prozent des Gesamtangebots, in der öffentlichen Verkauf verkauft wurde. 13,86 Prozent wurden bereits in einem privaten Verkauf ausgegeben. Was auch festzuhalten ist: Lediglich vier Prozent werden für die Stiftung selbst zurückgehalten.

Seit dem Start am 20. Januar 2022 hat der IMX-Kurs ordentliche Schritte gemacht. Kurz nach dem Start erreichte er am 3. Februar 2022 sein Allzeithoch von 3,39 Dollar. Danach ging es bergab, was auch an der allgemeinen Marktlage gelegen haben könnte. In den letzten Monaten bewegte sich der Kurs seitwärts und pendelte in einer Spanne um 0,50 Dollar.

Ist ImmutableX der ultimative Zwischenhändler?

Eigentlich scheint das Projekt an alles gedacht zu haben. Ein allgemeines NFT-Orderbuch, Wallet-Bridges und ZK-Rollups. Das Unternehmen präsentiert sich als der ultimative Zwischenhändler. Kritiker fragen sich: Wo bleibt die Dezentralisierung? Es ist ja ein Kernpunkt vieler Krypto-Projekte, keinen Zwischenhändler zu haben. Aber wie ImmutableX beeindruckend darstellt, könnte es doch einen Markt für zentralistische, dennoch dezentrale Akteure geben.

Insbesondere in Asien war das Projekt bislang in der Gunst, was im September zu einem kurzen, starken Pump des Projekts führte. Falls das allgemeine Marktumfeld sich stabilisiert und der NFT-Markt wieder mehr Kraft gewinnt, kann man derzeit nicht ausschließen, dass ImmutableX auch wieder stärker wird. Bis dahin bleibt es eine Frage des Abwarteens.


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