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IREN springt nach KI-Deal über 2,8 Milliarden Dollar um 20 %

Die neuen mehrjährigen Verträge mit Kunden wie Microsoft und NVIDIA heben IRENs KI-Cloud-Umsatzziel auf über 4 Milliarden Dollar. Anleger bewerten das Unternehmen zunehmend als Rechenzentrums- und KI-Infrastrukturplayer und nicht mehr nur als Bitcoin-Miner.

IREN springt nach KI-Deal über 2,8 Milliarden Dollar um 20 %

Wichtigste Erkenntnisse

  • IREN legte am Montag nach KI-Cloud-Verträgen im Wert von 2,8 Milliarden Dollar fast 20 % zu und hob sein Umsatzziel für 2026 auf über 4 Milliarden Dollar an.
  • Das Unternehmen sagt, dass rund 85 % des angehobenen Ziels bereits unter Vertrag stehen, und nennt Kunden wie Microsoft, NVIDIA, Perplexity, Figure AI und Together AI.
  • Die Aktie prallte von der Support-Zone um 33 Dollar ab; die nächste technische Hürde liegt bei 47 Dollar.

Die an der Nasdaq gelistete IREN Limited legte am Montag um fast 20 % zu, nachdem das Krypto-Unternehmen neue KI-Cloud-Verträge im Wert von 2,8 Milliarden Dollar gemeldet und das Umsatzziel für 2026 auf mehr als 4 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) angehoben hatte. Damit erholte sich die Aktie aus der langfristigen Support-Zone um 33 Dollar (29 Euro). Am Markt wird IREN inzwischen immer häufiger nicht mehr nur als Bitcoin-Miner, sondern als KI-Infrastrukturplayer eingeordnet.

KI-Verträge geben den Takt vor

IREN, früher unter dem Namen Iris Energy bekannt, teilte mit, dass rund 85 % des angehobenen Ziels bereits vertraglich abgesichert seien. Die neuen mehrjährigen Vereinbarungen haben zusammen ein Volumen von 2,8 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) und spiegeln den breiteren Wandel vieler Bitcoin-Miner hin zu Rechenzentrums- und KI-Dienstleistungen wider.

Zum Kundenkreis von IREN zählen unter anderem Microsoft, NVIDIA, Perplexity, Figure AI und Together AI. Das Unternehmen vermarktet Rechenleistung für KI-Training und Inference, also für den Betrieb und die Ausführung von KI-Modellen. Genau dieser Markt wächst derzeit schnell, weil große Tech-Konzerne ihre Kapazitäten zunehmend bei spezialisierten Anbietern einkaufen.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Thema, weil Konkurrent Hut 8 am selben Tag eine 15-jährige KI-Rechenzentrums-Partnerschaft über 9,8 Milliarden Dollar in Texas bekanntgab. Auch Cipher, CleanSpark und MARA Holdings legten um mehr als 11 % zu. Das zeigt, wie stark der Sektor derzeit auf KI-Infrastruktur bewertet wird.

Vom Miner zum Rechenzentrumsbetreiber

Im November 2024 änderte IREN den Namen von Iris Energy, um den breiteren Fokus auf KI-Cloud-Dienste zu betonen. Das passt zu einem Markttrend, bei dem Anleger Bitcoin-Miner zunehmend als Betreiber von Rechenzentren und weniger als reinen Hebel auf den Bitcoin-Kurs sehen.

Für europäische Krypto-Leser ist das relevant, weil sich der Sektor damit weiter von klassischen Mining-Zyklen entfernt. Einnahmen aus KI-Cloud-Verträgen sind in der Regel planbarer als Mining-Erträge und hängen weniger direkt von Halving-Terminen oder dem Bitcoin-Preis ab, auch wenn die Finanzierung solcher Projekte weiterhin ein wichtiger Faktor bleibt. Ähnlich zeigt sich das auch bei anderen Minern, die denselben Weg einschlagen, etwa TeraWulf, IREN und Hut 8, bei denen der Markt den Schritt in Richtung KI-Infrastruktur bereits früher eingepreist hat.

Der Kurs blickt nun auf 47 Dollar (41 Euro)

Auch aus technischer Sicht war der Anstieg bemerkenswert. Die fast 20-prozentige Tageskerze folgte auf eine klare Erholung aus der Support-Zone zwischen 33 Dollar (29 Euro) und 35 Dollar (31 Euro), die bereits im Dezember und im April gehalten hatte. Gleichzeitig nahm das Handelsvolumen spürbar zu, während der RSI aus dem überverkauften Bereich in Richtung eines neutralen Niveaus um 44 stieg.

Die nächste charttechnische Hürde liegt bei 47 Dollar (41 Euro). Darüber wartet eine stärkere Angebotszone zwischen 61 Dollar (53 Euro) und 63 Dollar (55 Euro), wo die Aktie im Januar und im Mai ihren Höchststand erreicht hatte. Solange IREN nicht überzeugend über 47 Dollar (41 Euro) schließt, dürfte die Bewegung vor allem als Gegenreaktion innerhalb des jüngsten Abwärtstrends zu werten sein.


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