Entsteht eine neue Arbitrum-Hype?
Ethereums beliebteste Skalierungslösung Arbitrum kommt wieder in Schwung.

Ethereums Beliebteste Skalierungslösung Arbitrum kommt wieder in Schwung. Der Grund: ein Förderprogramm über 50 Millionen Dollar und die Aktivierung des Stakeings.
Der Kurs von Arbitrum (ARB) war in den letzten Wochen kaum zu stoppen. Binnen zwei Wochen kletterte die Kryptowährung der Layer-2-Lösung von 0,84 Dollar auf über 1,10 Dollar und der Kurs scheint weiter zu steigen. Verantwortlich dafür ist das kürzlich gestartete "Short Term Incentive Programme". Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm der Arbitrum Foundation, das rund 50 Millionen ARB-Token unter 29 ausgewählte Projekte im Ökosystem verteilt.
Diese können ihrerseits Nutzeranreize schaffen und neue Zuflüsse generieren. Aber wie hoch kann der Preis steigen? Stehen wir am Anfang einer "Arbitrum-Saison"? Das und mehr unten.
Die Initiative wirkt bereits deutlich, noch bevor die Token ausgezahlt werden. In Erwartung der nahenden wirtschaftlichen Stimulation strömen bereits viele Nutzer auf Plattformen innerhalb des Arbitrum-Netzwerks. Ein gutes Beispiel ist die dezentrale Kryptobörse GMX, die ihren gesamtheitlich verengarten Wert in den letzten 30 Tagen um fast 20 Prozent erhöht hat. Mit 12 Millionen ARB-Token ist die DEX für den Großteil dieses Anstiegs verantwortlich. Eine Entscheidung von ArbitrumDAO dürfte die Hype um das Ökosystem in den kommenden Wochen weiter anfachen und möglicherweise eine neue "Arbitrum-Saison" einläuten.

Bron: Messari
Arbitrum fügt Stake ein
Nach einer Abstimmung im Arbitrum Governance Forum steht fest: ARB wird in den kommenden 12 Monaten eine Staking-Möglichkeit erhalten. Während dieses Zeitraums können die Inhaber dieser Kryptowährung eine Rendite erwarten, die je nach insgesamt gestaketen Token zwischen 7,8% und beeindruckenden 78% liegt. Um davon zu profitieren, müssen sie ihre ARB-Token ein ganzes Jahr in einem entsprechenden Smart Contract festlegen.
Für das Ökosystem bedeutet dies erneut eine erhebliche Kapitalspritze in Millionenhöhe. Auf der anderen Seite ist es sehr wahrscheinlich, dass die innovativen DeFi-Protokolle von Arbitrum neue Anwendungen rund um ARB entwickeln, was zu zusätzlichen Erträgen führen dürfte. Dies könnte zu einem Anstieg der Liquid Staking Tokens führen, vergleichbar mit dem, was kürzlich auf Ethereum passiert ist.
Die Finanzierung davon wird durch die großzügige Schatzkammer der Arbitrum DAO gedeckt. Diese DAO besitzt nicht nur eine beträchtliche Reserve von 3,54 Milliarden ARB-Token, sondern auch 70 Millionen US-Dollar, die Ende September an die Organisation zurückflossen, weil viele Nutzer ihre ARB-Token nicht genutzt haben, was den ARB-Airdrop betraf. Das alleine bietet ausreichende finanzielle Mittel, um mehr als 60 Prozent der Kampagne zu finanzieren.
Für einige in der Krypto-Community klingt das jedoch weniger vorteilhaft als für die meisten ARB-Halter. Die Initiative wird als eine "beschränkte Geldkasse gesehen, um Verkäufe zu entmutigen", wie der Crypto-Influencer Cobie auf X feststellte. Im Gegensatz zu Netzwerken wie Ethereum, Solana oder Cardano, wo Staking ein technisches Ziel dient, etwa die Sicherung des Netzwerks durch Validatoren. Bei Arbitrum macht der scheinbar endlose Schatz der Arbitrum DAO dieses Ganze möglich.
Arbitrum zum Mond?
Die frühere gescheiterte Abstimmung zeigte, dass die DAO teilweise als Anlaufstelle für selbstgefällige Individuen fungiert. In diesem Fall gab sich die Führung 750 Millionen Token, obwohl 80 Prozent der Gemeinschaft dagegen gestimmt hatten. Allerdings sollte die jüngste Abstimmung zum Thema Staking sie dieses Mal weniger stören, da sie selbst davon profitieren. Es spielt keine Rolle, wo der Funke herkommt; für ARB-Investoren zählt nur, dass das Feuer entfacht wird.
Die Aufregung um Staking und das dApp-Finanzierungsprogramm dürfte dem Projekt in den kommenden Wochen ausreichend Momentum geben. Kürzlich kündigte Arbitrum auch die Vollendung eines wichtigen Meilensteins an: Beitrag auf X ansehen. Das bedeutet, dass Entwickler nun erstmals auf Arbitrum Layer-3-Netzwerken starten können, was faktisch Layer-2-Ketten von Layer-2-Ketten entspricht. Zudem gibt es Stylus, ein Entwicklerprojekt, das Programmierern ermöglicht, Smart Contracts in Rust, C und C++ zu schreiben. Dies dürfte die Popularität des Blockchain-Ökosystems weiter erhöhen.
Was die Performance des ARB-Tokens angeht, scheint derzeit alles möglich. Einige Beobachter weisen darauf hin, dass Solana (SOL) kürzlich um 80 Prozent gestiegen ist, ohne einen signifikanten Anstieg der On-Chain-Aktivität. Im Fall von ARB ist jedoch der Vorteil, dass es die viertgrößte Blockchain nach Total Value Locked (TVL) ist und Heimat einiger der populärsten DeFi-Anwendungen. Zudem können Insider und Teammitglieder erst im nächsten Jahr Tokens verkaufen. Theoretisch gäbe es also keinen allgemeinen Druck insolventer Investoren, vergleichbar mit dem Solana-Fall, bis zur Bitcoin-Halbierung. Das legt eine solides Fundament für eine starke Kursentwicklung.