Ist Arbitrum ein Vorgeschmack auf den Ethereum-Merge?
Arbitrum ist schnell zu einem der führenden Layer-2-Plattformen von Ethereum geworden und bietet seinen Nutzern große Möglichkeiten.

Arbitrum ist schnell zu einer der führenden Layer-2-Plattformen von Ethereum geworden und bietet seinen Nutzern große Möglichkeiten. Wenn du einen Vorgeschmack auf die Zukunft von Ethereum willst, darfst du Arbitrum nicht verpassen.
Am 1. September führte Arbitrum (das beliebte Layer-2-Skalierungsprojekt für Ethereum) erfolgreich das "Nitro"-Update durch. Das sorgt nun für noch schnellere Transaktionen und niedrigere Gebühren. Dafür setzt Arbitrum auf Optimistic-Rollup-Technologie, bei der Transaktionen gebündelt, komprimiert und erst dann in Bündeln validiert werden.
Arbitrum ist bereits das größte Layer-2-Plattform im Krypto-Raum, laut L2-Beat, mit 2,8 Milliarden US-Dollar Total Value Locked (TVL). Demnächst könnten hier breit Teile der DeFi-Aktivität im Ethereum-Netzwerk stattfinden.
Das Netzwerk will auch über die DeFi-Szene hinaus wachsen. Mit dem "Nova"-Update schuf Arbitrum seine eigene Kette für Gaming- und Social-Apps. Das gilt auch für das populäre Internetforum Reddit, das kürzlich Arbitrum für seine auf der Blockchain basierenden Community-Points genutzt hat. Das soll Nutzern eine neue Chance geben, von dem Wachstum des ETH-Netzwerks zu profitieren.
Arbitrum Token Airdrop
Im Gegensatz zu anderen Layer-2-Blockchains hat Arbitrum derzeit keinen eigenen Token, mit dem der Wert des Netzwerks repräsentiert werden kann. Für Arbitrum bleibt das noch ein Nachteil im Wettbewerb, den sie vielleicht bald beheben wollen. Plattformen wie Polygon oder Optimism verwenden bereits ihre eigenen Token, die zur Bezahlung von Gebühren und zur Netzverwaltung genutzt werden können. Um Token auf dem Netzwerk zu verkaufen, hat Optimism beispielsweise seinen OP-Token über einen Airdrop an aktive Nutzer der Blockchain verteilt.
Wer aktiv auf Arbitrum ist, kommt also möglicherweise auch für so einen Airdrop in Frage. Und tatsächlich läuft derzeit eine Art DeFi-Schnitzeljagd im Netzwerk, die eine logische Grundlage dafür bildet, sich für einen zukünftigen Airdrop zu qualifizieren. Nutzer können hier dem "Arbitrum Gilde" beitreten und schrittweise Aufgaben erledigen. Zum Beispiel durch den Erwerb kleiner Mengen DAO- und DeFi-Token. Das Ganze ist daher auch eine schnelle Einführung in die zahlreichen Anwendungen auf Arbitrum.
Arbitrum dApps
Die größte Layer-2-Kette für Ethereum wird von einem umfangreichen DeFi-Ökosystem geprägt. Viele bekannte Anwendungen auf Ethereum bieten bereits Zugriff über Arbitrum. Dazu gehören Uniswap, Sushiswap oder Curve Finance. Aber auch Arbitrums eigene Projekte befinden sich aktuell in der Aufwärtsentwicklung.
GMX ist eines davon. Die dezentrale Handelsplattform bindet derzeit das meiste Kapital auf Arbitrum mit 297 Millionen US-Dollar an TVL. Sie ist besonders beliebt bei Händlern, die Gebühren auf Ethereum zu hoch finden. Hier können BTC, ETH und andere Kryptos mit Hebel gehandelt werden. Außerdem kann das GMX-Token gestaked werden. Anders als bei herkömmlichen DeFi-Plattformen werden die Belohnungen für das Staken jedoch in ETH ausgezahlt. GMX rühmt sich also, Teil des neuen "Real Yield"-DeFi-Trends zu sein. Zudem können Optionen und Derivate auf Handelssystemen wie Dopex (DPX) oder Mycelium (MYC) gehandelt werden, was bedeutet, dass auch professionelle Trader vom Arbitrum-DeFi-Ökosystem profitieren können.
Zahlreiche Infrastrukturprotokolle ermöglichen ebenfalls Teilnahme. Dazu gehören beispielsweise Synapse (SYN) oder Stargate (STG), die den einfachen Token-Austausch zwischen Chains ermöglichen. Zum Beispiel USDC auf der Ethereum-Blockchain zu ETH auf Arbitrum oder anderen Chains. Für die Bereitstellung der dafür notwendigen Liquidität in den entsprechenden Token-Pools können hier auch Renditen erzielt werden und gleichzeitig wird so zur Aufrechterhaltung des Netzwerks beigetragen. Wer mit Chain-übergreifenden Protokollen arbeitet, sollte jedoch wissen, dass er immer einem gewissen Risiko ausgesetzt ist.
Die Zukunft von Ethereum
Auf Arbitrum geht es fast so schnell wie das Licht im Vergleich zu der noch recht langsamen Ethereum-Blockchains. Aber da die Chain auf Ethereum basiert und auch ETH als Coin für Gebühren verwendet wird, dürfte die Abwicklung vielen vertraut vorkommen. Das spricht ebenfalls für Arbitrum. Denn nach einer kurzen Token-Überbrückung kannst du direkt loslegen auf Arbitrum. Die Türen zum superschnellen Ökosystem stehen dann offen und geben einen Vorgeschmack darauf, wie die Ethereum-Blockchain in einigen Jahren laufen könnte.