Wird XRP jetzt von Ripple USD verdrängt?
Ripple Labs hatte große Pläne: die Revolution des weltweiten Zahlungsverkehrs über ihre digitale Münze XRP.

Ripple Labs hatte große Pläne: die Revolution des weltweiten Zahlungsverkehrs über ihre digitale Münze XRP. Es sollte schnell, skalierbar und günstig sein und damit eine Alternative zum trägen SWIFT-System bilden. Aber Beitrag auf X ansehenBitGo-CEO Mike Belshe hat diesen Traum inzwischen verflogen.
Während der Digital Banking 2025-Konferenz ließ Belshe keine Zweifel zu: Die Einführung von Ripples eigenem Stablecoin RLUSD (Ripple USD) zeigt laut ihm glasklar, dass XRP gescheitert ist als internationale Brückenwährung. Sein Urteil ist hart: “USD-Stablecoins sind einfach besser.”
Die Kritik kommt zu einem auffälligen Zeitpunkt. RLUSD gewinnt rasch an Boden und nähert sich mittlerweile einer Marktkapitalisierung von 500 Millionen Dollar. Gleichzeitig geht XRP weiter mit Adoptionsinitiativen, doch laut Belshe ist das Grundkonzept problematisch. Die zweistufige Umwandlung von XRP würde Zahlungen ineffizienter und fehleranfälliger machen als nötig. “Transaktionen sind dadurch weniger robust,” sagte der Spitzenmanager.
Belshe ist klare in seiner Zukunftsvision: Stablecoins werden den internationalen Zahlungsverkehr dominieren. Er nennt speziell USDT und USDC als Beispiele für eine reibungslose, zuverlässige Infrastruktur: “Es funktioniert einfach. Super einfach. Peer-to-Peer, aber auch Peer-to-Intermediary – genau das, was weltweite Adoption benötigt.”
Intus geht das Gerüchtekarussell über einen möglichen Börsengang von Ripple. Laut einem ehemaligen Direktor könnte das Unternehmen dabei bis zu 30 Milliarden Dollar einnehmen – was es zu einem der größten Crypto-IPOs aller Zeiten machen würde.
Die Frage bleibt: Bleibt XRP relevant im neuen Ripple-Zeitalter, oder hat die Stablecoin still und leise den Thron übernommen?