IT-Unternehmen warnt: "Mehr als 280 Blockchains sind in Gefahr"
Mehr als 280 Blockchain-Netzwerke und 25 Milliarden Dollar geraten durch Zero-Day-Exploits in Gefahr, so das Sicherheitsunternehmen Halborn.
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Mehr als 280 Blockchain-Netzwerke und 25 Milliarden Dollar geraten durch "Zero-Day-Exploits" in Gefahr, so das Sicherheitsunternehmen Halborn.
Cybersecurity-Unternehmen Halborn entdeckte und beheberte verschiedene kritische Schwachstellen während eines Sicherheitschecks im März 2022 der Dogecoin-Blockchain. Nun hat das Unternehmen ähnliche Sicherheitsprobleme bei mehr als 280 anderen Blockchains festgestellt. Damit sind derzeit mindestens 25 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen in Gefahr.
Neben Dogecoin haben auch Zcash und Litecoin die Sicherheitslücke bereits in Zusammenarbeit mit Halborn behoben. Hunderte andere Blockchains seien laut dem Unternehmen jedoch weiterhin gefährdet.
Auf Twitter beschreibt Halborn die Schwachstellen als sogenannte "Zero-Day-Exploits", mit denen Angreifer das Konsenssystem einer Blockchain zu ihrem Vorteil ändern könnten.
Was sind Zero-Day-Exploits?
Ein Zero-Day-Exploit bezieht sich auf eine Schwachstelle in einer Software oder einem System, die Entwicklern noch unbekannt ist und wofür es noch keinen Patch gibt. Das bedeutet, Angreifer können die Schwachstelle ausnutzen, um Zugriff auf das System zu erhalten, ohne dass die Betreiber davon wissen. Zero-Day-Exploits können in verschiedenen Arten von Software und Systemen vorhanden sein, darunter Betriebssysteme, Anwendungen und Blockchains.
Zero-Day-Exploits in Blockchains
Ein Beispiel für einen Zero-Day-Exploit in einer Blockchain, die den Proof-of-Work-Konsens nutzt, könnte wie folgt aussehen: Ein Angreifer findet eine bislang unbekannte Schwachstelle im Mining-Algorithmus des Netzwerks. Dadurch kann er einen neuen Block im Netzwerk mit weniger Rechenleistung validieren und so einen gültigen Block erstellen. Der Angreifer nutzt diese Schwachstelle, um mehr Blöcke zu erzeugen als andere Teilnehmer des Netzwerks und erhält schrittweise die Mehrheit der Hashrate, um schließlich einen 51%-Angriff durchzuführen.
Dadurch kann der Angreifer die Blockchain manipulieren, Transaktionen doppelt ausführen und sich so mit vielen Coins bereichern.
Halborn hilft betroffenen Blockchains
Wie man einen Zero-Day-Exploit verhindern kann, kann je nach Blockchain variieren, da sich das Konsenssystem und der Code unterscheiden, so Halborn. Das Unternehmen rät allen Blockchains, die auf UTXO-basierte Nodes verwenden, das Node auf die neueste Version 1.14.6 zu aktualisieren. Zusätzlich steht Halborn bereits in Kontakt mit einigen Blockchain-Projekten, um potenzielle Schwachstellen bekannt zu machen und weitere Lösungen zu entwickeln.