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Jaime Leverton übernimmt die Führung bei Fortitude vor dem Nasdaq-Debüt

Leverton soll Fortitude durch die Fusion mit HeartSciences in Richtung Nasdaq-Ticker TUDE führen. Das Zcash-Miner-Unternehmen will im vierten Quartal abschließen und strebt eine implizite Bewertung von mindestens 400 Millionen Dollar an.

Jaime Leverton übernimmt die Führung bei Fortitude vor dem Nasdaq-Debüt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Fortitude Mining Holdings ernennt die frühere Hut-8-Chefin Jaime Leverton vor dem Börsengang per Fusion mit HeartSciences zur CEO.
  • Das kombinierte Unternehmen strebt ein Nasdaq-Listing unter dem Ticker TUDE und eine implizite Bewertung von mindestens 400 Millionen Dollar an.
  • Fortitude minte in der ersten Hälfte von 2026 rund 72.696 ZEC, was etwa 28 % aller in diesem Zeitraum geminten Zcash entspricht.

Fortitude Mining Holdings hat die frühere Hut-8-Chefin Jaime Leverton zur CEO ernannt, während sich das auf Zcash ausgerichtete Krypto-Unternehmen auf ein Börsenlisting per Fusion mit HeartSciences vorbereitet. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Miner seine ZEC-Produktion weiter hochfährt und ein Listing an der Nasdaq unter dem Ticker TUDE anstrebt.

Neue Führung für den Börsengang

Leverton startet am 21. September und folgt auf Andrea Childs, die Chief Operating Officer wird. Nach Abschluss des Deals bleibt Leverton CEO des kombinierten Unternehmens, das nach den aktuellen Plänen den Namen Fortitude tragen soll.

Die Transaktion wurde im Juni angekündigt und soll im vierten Quartal abgeschlossen werden, sofern die Aktionäre und andere übliche Bedingungen zustimmen. Auf Basis des aktuellen Kurses von HeartSciences und der Aktien, die voraussichtlich an Digital Currency Group und die Vorzugsaktionäre von HeartSciences ausgegeben werden, schätzt Fortitude die implizite Bewertung des kombinierten Unternehmens auf mindestens $400 Millionen (€347 Millionen).

Leverton kommt aus einer Branche, in der der Druck auf Zcash-Miner im Jahr 2026 deutlich zugenommen hat. Laut Marktdaten hat sich die Hashrate des Netzwerks in diesem Jahr mehr als verdoppelt, während institutionelle Akteure wie Cypherpunk Technologies große Mining-Flotten aufgebaut haben. Gleichzeitig ist Zcash für Miner attraktiver geworden, weil der Ertrag pro Megawattstunde etwa viermal so hoch liegt wie bei Bitcoin. Das passt zu dem höheren Ertrag pro Megawattstunde, den Grayscale zuvor bereits für das Zcash-Mining festgestellt hatte.

Zcash bleibt im Fokus

Fortitude wurde im Januar 2025 aus dem Self-Mining-Zweig von Foundry durch Digital Currency Group ausgegliedert. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Venture-Mining-Plattform, die Kapital über Proof-of-Work-Netzwerke einsetzt, mit Zcash als Hauptfokus.

Dieser Fokus zeigt sich in den Zahlen. Fortitude minte in der ersten Hälfte von 2026 rund 72.696 ZEC, was etwa 28 % aller ZEC entspricht, die in diesem Zeitraum gemint wurden. Im zweiten Quartal lag der Umsatz bei $20,9 Millionen (€18,1 Millionen).

Der Miner verfügt über mehr als 60 Megawatt Stromkapazität an sieben Standorten in South Dakota, Nebraska, Texas und New York. Childs sagte, dass sie sich in ihrer neuen Rolle als COO auf Mining-Aktivitäten, Fleet- und Infrastrukturstrategie sowie Beziehungen innerhalb der Branche konzentrieren werde.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt dieser Deal, dass Mining-Unternehmen nicht nur nach Größe, sondern auch nach Börsenstruktur und Managementqualität bewertet werden. Dass Fortitude sich über einen Nasdaq-Weg neu positionieren will, unterstreicht, wie reif der Markt rund um Zcash inzwischen geworden ist.

Die Kombination aus höheren Mining-Erträgen, mehr Netzwerkaktivität und wachsendem institutionellen Interesse macht Zcash für professionelle Marktteilnehmer sichtbarer als noch zu Jahresbeginn. Das bedeutet nicht, dass der Sektor ruhiger wird, aber es spricht dafür, dass der Wettbewerb zwischen Minern und die Aufmerksamkeit der Anleger weiter zunehmen.


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