JPYC sammelt 38 Millionen US-Dollar mit AZ-COM Maruwa ein
AZ-COM Maruwa will JPYC für Zahlungen in seinem Logistiknetzwerk einsetzen, auch bei Amazon Japan. Damit erhält die von der FSA genehmigte Yen-Stablecoin ihre erste größere geschäftliche Anwendung.

Wichtigste Erkenntnisse
- JPYC Inc. hat in einer Erweiterung seiner Series-B-Runde 6 Milliarden Yen, umgerechnet 38 $ Millionen, eingesammelt.
- AZ-COM Maruwa Holdings will Zahlungen mit JPYC gemeinsam mit Kunden und rund 2.300 Partnern abwickeln.
- JPYC ist Japans erste an den Yen gekoppelte Stablecoin und wurde von der Financial Services Agency genehmigt.
JPYC Inc. hat 6 Milliarden Yen, umgerechnet 38 $ Millionen (32,9 € Millionen), in einer Erweiterung seiner Series-B-Runde eingesammelt. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen den Ausbau der an den Yen gekoppelten Stablecoin vorantreiben. Seit November 2021 summiert sich das eingesammelte Kapital damit auf insgesamt 106 $ Millionen (91,7 € Millionen).
AZ-COM steigt ein
Zu den neuen Geldgebern gehört AZ-COM Maruwa Holdings (9090), ein großer japanischer Logistikkonzern. Das Unternehmen plant, Zahlungen in JPYC mit Kunden abzuwickeln, darunter auch Amazon Japan. Nach Angaben der beteiligten Parteien betrifft das ein Netzwerk von rund 2.300 Partnern, von Subunternehmern bis hin zu Fahrern.
Bedeutung hat dieser Schritt vor allem, weil er die erste größere geschäftliche Nutzung einer Stablecoin im japanischen Tagesgeschäft markiert. JPYC wurde im Oktober 2025 als Japans erste an den Yen gekoppelte Stablecoin eingeführt und ist vollständig durch Yen-Einlagen sowie japanische Staatsanleihen gedeckt. Die Ausgabe wurde von der Financial Services Agency nach dem Payment Services Act genehmigt.
Yen-Stablecoins gewinnen an Boden
JPYC hat laut CoinGecko eine Marktkapitalisierung von rund 55,5 $ Millionen (48 € Millionen) und zählt damit zu den bekanntesten Yen-Stablecoins. Der Stablecoin-Markt wird allerdings weiterhin klar von an den US-Dollar gekoppelten Tokens dominiert, weshalb Yen-Varianten in absoluten Zahlen vergleichsweise klein bleiben.
Trotzdem entwickelt sich das Segment in Japan weiter. Große Finanzinstitute wie Mitsubishi UFJ Financial Group, Sumitomo Mitsui Banking Corp und Mizuho Bank arbeiten an eigenen Yen-Stablecoins, während die Regierung die Regeln für Stablecoin-Dienste verschärft hat. Für europäische Krypto-Leser zeigt der Deal vor allem, wie Stablecoins zunehmend vom Handelsinstrument zu einem praktischen Zahlungsmittel in der realen Wirtschaft werden.
Das wachsende Interesse an JPYC passt zu einem breiteren Trend hin zu konkreten Zahlungsanwendungen. So testete Lawson Stablecoin-Zahlungen in einem Geschäft in Tokio bereits früher als Pilotprojekt für einen möglichen breiteren Einsatz.