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Kalshi peilt in neuer Finanzierungsrunde auf 40 Milliarden Dollar Bewertung

Der US-amerikanische Prediction-Market wächst schnell weiter, gerät aber gleichzeitig in Illinois wegen Sportkontrakten und der CFTC-Aufsicht unter Druck.

Kalshi peilt in neuer Finanzierungsrunde auf 40 Milliarden Dollar Bewertung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Kalshi verhandelt über neues Kapital mit einer angestrebten Bewertung von rund 40 Milliarden Dollar.
  • Die frühere Series-F-Runde über 1 Milliarde Dollar bewertete Kalshi im vergangenen Monat mit 22 Milliarden Dollar.
  • Kalshi wehrt sich in Illinois gegen das Gesetz SB 3019, das Sportprognosen als Glücksspielwetten einstuft.

Prediction-Market Kalshi ist in Gesprächen, um neues Kapital bei einer Bewertung von rund 40 Milliarden Dollar einzuwerben. Diese Finanzierungsrunde könnte laut mit der Financial Times zitierten Insidern im dritten Quartal abgeschlossen werden. Das folgt auf eine frühere Series-F-Runde über 1 Milliarde Dollar, die im vergangenen Monat abgeschlossen wurde und Kalshi mit 22 Milliarden Dollar bewertete.

Schneller Wertanstieg und Investoren

Kalshi hat eine beeindruckende Wertsteigerung hingelegt: Anfang 2025 lag die Bewertung bei rund 5 Milliarden Dollar, im Dezember 2025 stieg sie auf 11 Milliarden Dollar und zuletzt wurden 22 Milliarden Dollar erreicht. Dieses schnelle Wachstum zeigt, wie stark Prediction Markets für Kapital von der Wall Street anziehen. Große Investoren wie Coatue, Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, IVP, Paradigm, Morgan Stanley und ARK Invest haben sich Kalshi angeschlossen.

Juristischer Streit mit Illinois

Gleichzeitig führt Kalshi einen Rechtsstreit gegen den Bundesstaat Illinois. Das Unternehmen hat eine Klage gegen den Bundesstaat eingereicht, weil das Gesetz SB 3019 Vorhersagen zu Sportereignissen als "exchange wagers" einstuft und Kalshi verpflichtet, eine teure Glücksspiel-Lizenz zu erwerben. Kalshi argumentiert, dass dieses Gesetz gegen die Supremacy Clause verstößt, weil die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die alleinige Zuständigkeit für Event Contracts auf den bundesweiten Märkten hat. Die CFTC reguliert Kalshi als erste US-amerikanische Prediction-Market-Exchange mit Designated-Contract-Market-Status.

Kalshi warnt, dass das Gesetz am 1. Juli in Kraft tritt und das Unternehmen dann vor einer unmöglichen Wahl steht: die Kontrakte einzustellen, sich einem teuren staatlichen Lizenzsystem zu unterwerfen oder das Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung einzugehen.

Der Fall passt in einen breiteren Streit darüber, wer Prediction Markets regulieren darf. In Kentucky gab es vor Kurzem bereits eine ähnliche Auseinandersetzung zwischen dem Bundesstaat und der Branche, wobei die Bundesaufsicht dort gerade eingegriffen hat, um staatliche Maßnahmen zu stoppen.

Relevanz für europäische Krypto- und Finanzmärkte

Auch wenn Kalshi ein US-Marktteilnehmer ist, könnte die Entwicklung rund um die Regulierung von Prediction Markets auch für europäische Krypto- und Finanzmärkte relevant sein. Sie zeigt, wie schnell neue Anlageinstrumente Kapital anziehen können, aber auch, wie komplex die rechtlichen Rahmenbedingungen werden können, wenn bundesweite und staatliche Regeln aufeinanderprallen. Europäische Anleger und Aufseher können diesen Fall als Beispiel für die Herausforderungen rund um innovative Finanzprodukte und ihre Regulierung verfolgen.


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