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Kentucky verklagt Prognosemärkte Kalshi und Polymarket wegen illegaler Wetten

Kentucky sagt, dass Kalshi und Polymarket Sportwetten ohne Lizenz angeboten haben. Der Fall verschärft den Streit zwischen staatlichen Regeln und dem Anspruch auf bundesweite Aufsicht weiter.

Kentucky verklagt Prognosemärkte Kalshi und Polymarket wegen illegaler Wetten

Wichtigste Erkenntnisse

  • Kentucky verklagt Kalshi, Polymarket und VGW wegen des Angebots von Sportwetten und Glücksspiel ohne Lizenz.
  • Laut der Klage bieten die Plattformen Wetten ohne den in Kentucky vorgeschriebenen Verbraucherschutz und ohne Steuerabführung an.
  • Die Unternehmen berufen sich auf die bundesweite Regulierung durch die CFTC und bestreiten, dass die Bundesstaaten diese Märkte regulieren dürfen.

Der Generalstaatsanwalt von Kentucky, Russell Coleman, hat Klagen gegen die Prognosemärkte Kalshi und Polymarket sowie gegen VGW eingereicht, ein Unternehmen, das Online-Casinospiele anbietet. Die Vorwürfe betreffen das Anbieten von Sportwetten und Glücksspiel ohne Lizenz innerhalb des Bundesstaats.

Vorwürfe wegen illegaler Sportwetten

Laut Coleman ermöglichen die Plattformen Wetten auf Spielsiege, Punktespreads und Spielerstatistiken, ohne den Verbraucherschutz und die Steuerabführung, die das Glücksspielrecht von Kentucky vorschreibt. Aus der Klage geht hervor, dass Sportwetten in einem Stichprobenzeitraum 2025 rund 70% des Handelsvolumens von Kalshi ausmachten. Insgesamt entfielen im vergangenen Jahr 89% des Kontraktvolumens von fast 23 Milliarden Dollar auf Sportwetten.

Bundesregulierung versus Landesrecht

Die betroffenen Plattformen verweisen auf ihre bundesweite Aufsicht. Kalshi betont, dass es eine von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regulierte Börse sei und dass die CFTC die ausschließliche Zuständigkeit für diese Märkte habe, nicht die Bundesstaaten. Polymarket teilt diese Sicht und sagt, dass die Klage dem von der CFTC festgelegten Regelwerk für Prognosemärkte widerspreche. VGW erklärt, sich entschieden verteidigen zu wollen, und verweist auf seine langjährigen legalen Aktivitäten in den USA mit verantwortungsvollem Verbraucherschutz.

Die CFTC hat bereits mehrere Bundesstaaten, darunter Arizona und Minnesota, verklagt, um ihre ausschließliche Zuständigkeit für Event Contracts zu schützen. Das passt zu einer breiteren Strategie, zu verhindern, dass Bundesstaaten eigene Regeln für Prognosemärkte durchsetzen, was laut der CFTC das Betrugsrisiko erhöhen und den Verbraucherschutz schwächen könnte.

Relevanz für den europäischen und niederländischen Markt

Auch wenn dieser Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten stattfindet, könnte der Konflikt zwischen bundesweiter und bundesstaatlicher Regulierung auch für europäische und niederländische Krypto- und Prognosemärkte relevant sein. Er zeigt, wie komplex die Regulierung grenzüberschreitender Finanzprodukte ist, und wie wichtig klare Zuständigkeiten und Aufsicht sind. Europäische Aufsichtsbehörden können daraus Lehren für das Zusammenspiel von nationaler und supranationaler Regulierung ziehen, gerade jetzt, wo eventbasierte Finanzplattformen weltweit an Beliebtheit gewinnen.


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