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Maharashtra will Stromnetz für neue Infrastruktur tokenisieren

Maharashtra sieht Tokenisierung als Möglichkeit, Kapital aus dem Stromnetz freizusetzen, mit Erlösen für neue Hochspannungsleitungen und Energiespeicherung. Auch RWA-Standards und Immobilien-Tokenisierung stehen auf der Agenda.

Maharashtra will Stromnetz für neue Infrastruktur tokenisieren

Wichtigste Erkenntnisse

  • Maharashtra arbeitet an einer Politik, um staatliche Assets auf die Blockchain zu bringen, möglicherweise beginnend mit der Tokenisierung der Elektrizitätsinfrastruktur.
  • Die Erlöse aus tokenisierten Übertragungsnetzen sollen neue Hochspannungsleitungen und Energiespeicherung für Solarenergie finanzieren.
  • Der Bundesstaat entwickelt außerdem eigene Gesetze für die Tokenisierung von Immobilien und sieht Tokenisierung nicht als vollständige Privatisierung.

Der indische Bundesstaat Maharashtra arbeitet an einer Politik, um eigene Assets auf Blockchain zu bringen, mit der möglichen ersten Etappe der Tokenisierung von Elektrizitätsinfrastruktur. Die Erlöse könnten dann für neue Hochspannungsleitungen und Energiespeicherung verwendet werden, sagte Praveen Pardeshi, der Chef von MITRA, bei einer Veranstaltung in Mumbai.

Stromnetz als Sicherheit

Pardeshi skizzierte vor allem, wie die Übertragungsnetze des Bundesstaats genutzt werden können, um neues Kapital anzuziehen. Seiner Einschätzung nach bringen die Leitungen zwar derzeit stabile Einnahmen aus dem Transport von Strom, doch das Geld, das im Bau gebunden ist, bleibt weitgehend gebunden. Das sei laut ihm ein Problem in einem Bundesstaat, der viel Solarenergie erzeugt, aber nicht immer genug Netzkapazität hat, um diesen Strom zum richtigen Zeitpunkt zu transportieren.

Er sagte, dass nicht das gesamte Netz tokenisiert werden müsse. Ein Teil, etwa 40% oder 50%, könnte bereits ausreichen, um Investoren einen Teil der Einnahmen zu geben und gleichzeitig Geld für neue Projekte freizusetzen. Seinen Worten zufolge kann das helfen, mehr Übertragungsleitungen und zusätzliche Speicher für Solarenergie zu bauen.

Breitere Tokenisierungsstrategie

Die Pläne passen zu einer breiteren Bewegung in Maharashtra rund um die Tokenisierung realer Assets. Bei derselben Veranstaltung präsentierten RealX und MST Blockchain die Initiativen REDbox und WHITEbox, die lokale Standards für RWA-Tokenisierung vereinfachen sollen. Auch Liminal Custody war als Partner für die Verwahrung und Wallet-Infrastruktur beteiligt.

Der Bundesstaat arbeitet außerdem bereits an separaten Gesetzen für blockchain-basierte Tokenisierung von Immobilien. Im Juli wies Chief Minister Devendra Fadnavis an, den Maharashtra Digitisation and Exchange of Land Token Assets Act, kurz DELTA Act, auszuarbeiten. Dieses Gesetz ist noch nicht verabschiedet.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem interessant, dass hier nicht nur über Immobilien oder Anleihen gesprochen wird, sondern über ein öffentliches Versorgungsnetz. Das zeigt, dass Tokenisierung in Indien weiter in Richtung Infrastruktur geht, die direkt mit Energieversorgung und öffentlicher Finanzierung zusammenhängt. Auch im Finanzsektor wächst diese Bewegung: die Tokenisierung von Unternehmensanleihen zeigt, dass Indien bereits an mehreren Fronten mit regulierten Onchain-Märkten experimentiert.

Pardeshi betonte allerdings, dass Tokenisierung aus Sicht des Bundesstaats nicht dasselbe ist wie vollständige Privatisierung. Seiner Ansicht nach geht es darum, Kapital auf mehr Inhaber zu verteilen, während die zugrunde liegenden Assets im Besitz der Regierung bleiben. Er nannte es eine Möglichkeit, mehr Bürger an der Finanzierung öffentlicher Projekte zu beteiligen.


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