Marktupdate: Bitcoin schwächt sich ab
Die Handelspolitik der USA unter dem ehemaligen Präsidenten Trump sorgt weiterhin für Unruhe an den Finanzmärkten.

Die Handelspolitik der USA unter dem ehemaligen Präsidenten Trump sorgt weiterhin für Unruhe an den Finanzmärkten. Nachdem ein Bundesgericht die von Trump eingesetzten Importzölle aufgehoben hatte, folgte rasch eine juristische Gegenmaßnahme: Das US-Handelsministerium legte erfolgreich Berufung ein. Laut NBC News ist der zuvor getroffene Beschluss, die Zölle zu stoppen, inzwischen wieder aufgehoben worden und das hinterlässt Spuren am Kryptomarkt.
Ob eine Aussetzung der Importzölle grundsätzlich gute Nachrichten für die weltweiten Märkte ist, wirkt dieses politische Pingpong-Spiel gerade lähmend auf Bitcoin etc. Die Importtarife sind vorerst wieder in Kraft, und der Markt reagiert nervös. Asiatische Aktienbörsen stehen bei Handelsbeginn unter Druck, ebenso wie die meisten großen Kryptowährungen.
Bitcoin notiert auf Tagesbasis fast 2 % im Minus, Ether fällt sogar rund 4 %. Die größten Einschnitte vollziehen sich bei Ethereum Layer-2-Projekten wie Arbitrum (ARB) und Optimism (OP), die beide fast 14 % verlieren. Auch Meme-Coins erleiden Verluste: Die fünf beliebtesten notieren Verluste zwischen 7 % und 12 %.
Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung, trotz dieser kurzfristigen politischen Turbulenzen. Fundamental gesehen häufen sich die positiven Signale.
In Pakistan klingt der Plan, nationale Bitcoin-Reserven aufzubauen. Gleichzeitig arbeitet BlackRock an einer neuen strategischen Krypto-Investition, die Insider-Berichten zufolge erheblich sein könnte. Innerhalb der EU breitet sich der Einfluss regulierter Krypto-Firmen weiter aus: Die große Handelsplattform ByBit hat von der österreichischen Aufsichtsbehörde offiziell eine MiCA-Lizenz erhalten, ein wichtiges Signal institutioneller Reife.
Auf der Bitcoin 2025-Konferenz in Las Vegas betonten sogar Mitglieder der Trump-Regierung ihr Vorhaben, den US-Kryptosektor aktiv zu unterstützen. Diese politische Haltung steht in krassem Gegensatz zu der zuvor genannten Handelspolitik und weist auf interne Uneinigkeit innerhalb der Republikanischen Reihen hin.
Damit scheinen die makroökonomischen Aussichten für den Kryptomarkt nach wie vor positiv zu sein. Wenn der Staub um die erneute Importtarifpolitik sich gelegt hat, könnten die aktuellen positiven Entwicklungen in Kombination mit einer anhaltenden expansiven Geldpolitik die Kurse von Bitcoin und Altcoins mittelfristig wieder nach oben treiben.