Metaplanet senkt Verwässerung nach Protest von Aktionären
Nach Kritik von Aktionären reduziert die Bitcoin-Treasury aus Tokio den Aktienpool ihres Vergütungsplans. Metaplanet arbeitet derweil an einem neuen Vergütungsmodell für das Management.

Wichtigste Erkenntnisse
- Metaplanet senkt den potenziellen Aktienpool seines Series 10 Stock Acquisition Rights-Plans um 41% auf 188,2 Millionen Aktien.
- Die Anpassung folgt auf Kritik von Aktionären, die bemängelten, dass die Regelung ihre Beteiligung verwässert und dem Management zu viele Vorteile verschafft habe.
- Das Unternehmen zieht einen früheren Plan zur Übertragung von Warrants zurück und arbeitet mit Beratern an einem neuen Vergütungsplan.
Metaplanet hat den potenziellen Aktienpool im Rahmen seines Series 10 Stock Acquisition Rights-Plans um 41% reduziert, nachdem sich Aktionäre gegen die Regelung ausgesprochen hatten. Die Bitcoin-Treasury-Firma aus Tokio senkt den maximalen Pool damit auf 188,2 Millionen Aktien, wie aus am Freitag veröffentlichten Dokumenten hervorgeht.
Angepasster Vergütungsplan
Der Plan wurde 2022 als Vergütungsstruktur für das Management eingeführt. Statt einer festen Anzahl an Aktien erhielt die Regelung einen Pool in Höhe von 20% des vollständig verwässerten Aktienkapitals von Metaplanet, mit Anpassungen auf Basis neuer Emissionen. Im August hatte das Unternehmen diesen Pool bereits auf rund 320 Millionen Aktien reduziert.
Der neue Schritt folgt auf anhaltende Kritik von Anlegern, die der Ansicht waren, dass die Konstruktion ihre Beteiligung verwässert, während das Management davon profitiert. Laut CEO Simon Gerovich war es nie die Absicht, Verwässerung zu fördern, die keinen oder nur begrenzten Wert schafft. Er sagte außerdem, dass die Änderung mehr als $220 Millionen (€190 Millionen) an Warrant-Wert entzieht, weil die flexible Berechnung seiner Ansicht nach zu viel Wert für das Management geschaffen hatte.
Was Aktionären missfiel
Die Diskussion rund um Metaplanet zeigt, wie sensibel Vergütungsstrukturen bei Unternehmen sein können, die eine ungewöhnliche Bitcoin-Strategie verfolgen. Seit das Unternehmen 2024 begonnen hat, Aktien zu verkaufen, um Bitcoin zu kaufen, ist die Aufmerksamkeit der Anleger für Verwässerung und Kontrolle deutlich gestiegen. Für Krypto-Investoren ist das relevant, weil solche Treasury-Unternehmen oft eine direkte Verbindung zwischen ihrer Kapitalstruktur und ihrer Bitcoin-Position herstellen. Auch bei anderen börsennotierten Bitcoin-Unternehmen spielt dieses Gleichgewicht zwischen Finanzierung und Aktionärswert eine Rolle, etwa bei Strategy, wo Kapitalstruktur und Rückkaufpolitik ebenfalls eng mit der Bitcoin-Strategie verknüpft sind.
Gerovich erhält die 64 Millionen Aktien, die er am 28. August unter den alten Bedingungen erhalten hat, nicht zurück. Nach der angepassten Struktur hat er jedoch weiterhin Anspruch auf weitere 49.128.000 Aktien. Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass es einen zuvor angekündigten Plan zur Übertragung von Warrants an ein Employee Incentive Vehicle zurückzieht und gemeinsam mit externen Beratern an einem neuen Vergütungsplan arbeitet.