Michael Saylor betont die Komplexität von Strategy’s mNAV und die Verwirrung rund um Verwässerung
Saylor erklärt die mNAV-Berechnung und die Rolle von konvertierbarer Schuld, während die Debatte über Verwässerung bei Strategy weiter an Fahrt aufnimmt.

Wichtigste Erkenntnisse
- Michael Saylor sagte, dass Strategy’s mNAV mehrere Bewertungsrahmen kennt und konvertierbare Schulden, Stammaktien und Vorzugsaktien umfassen kann.
- Saylor sagte, dass die Ausgabe von Aktien gegen Cash nicht automatisch verwässernd ist, weil Aktionäre dafür ein greifbares Asset zurückbekommen.
- Er nannte die Ergänzung von rund 100 Millionen Dollar an Dollarreserven, womit Strategy’s gesamte Reserven bei etwa 1 Milliarde Dollar liegen.
Die Debatte über die jüngste Kapitalverwässerung bei Strategy (MSTR) bekam auf der BTC Prague wieder mehr Aufmerksamkeit, als Executive Chairman Michael Saylor und Jack Mallers, CEO von Strike und Twenty One Capital, ihre Einschätzungen zur Bewertung des Unternehmens und zu den Auswirkungen der komplexen Kapitalstruktur auf Investoren teilten.
Verschiedene Blickwinkel auf mNAV und Bewertung
Mallers fragte Saylor nach seiner Definition von multiple-to-net asset value (mNAV), einer Kennzahl, die einige Anleger nutzen, um den Wert von Strategy zu bestimmen. Dabei werden auch konvertierbare Schulden berücksichtigt, die aktuell nicht in the money sind, was bedeutet, dass sie bei dem derzeitigen Aktienkurs von rund $115 (€100) voraussichtlich nicht umgewandelt werden. Saylor sagte, dass mNAV berechnet werden kann, indem der Nennwert von konvertierbaren Schulden, Stammaktien und Vorzugsaktien einbezogen wird. Er betonte aber, dass mNAV nur einer von mehreren Bewertungsrahmen ist. Andere Methoden wie Bruttovermögen pro Aktie und Nettovermögen pro Aktie können zum Beispiel Vorzugsaktien oder konvertierbare Schulden ausschließen. Laut Saylor ist der Unterschied im Ansatz weniger wichtig, wenn Schulden und Vorzugsaktien nur einen kleinen Teil der gesamten Assets ausmachen.
Aktienausgabe gegen Cash ist nicht automatisch verwässernd
Ein wichtiger Streitpunkt in der Debatte war die Frage, ob die Ausgabe von Aktien gegen Cash automatisch zu einer Verwässerung bestehender Aktionäre führt. Saylor sagte, dass das nicht zwingend der Fall ist, weil Aktionäre im Gegenzug für ihre Aktien ein greifbares Asset erhalten, etwa Cash oder Bitcoin. Das Einsammeln von Kapital stärkt seiner Ansicht nach die Bilanz, vergrößert die Kapitalbasis und verbessert die Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Als Beispiel nannte er die jüngste Ergänzung von rund $100 Millionen (€86,7 Millionen) zu den US-Dollarreserven von Strategy, womit sich die Gesamtsumme auf etwa $1 Milliarde (€0,9 Milliarden) beläuft. Diese Strategie passt zu Saylors breiterer Sicht, dass Bitcoin ein überlegenes Wertaufbewahrungsmittel im Vergleich zu traditionellen Cashreserven ist, und dass der Einsatz von klugem Leverage über konvertierbare Anleihen Strategy ermöglicht, zu niedrigen Zinsen Kapital für weitere Bitcoin-Käufe aufzunehmen.
Relevanz für europäische Anleger
Für europäische Anleger kann die Debatte rund um mNAV und Verwässerung bei Strategy einen Einblick geben, wie komplexe Kapitalstrukturen und Finanzinstrumente die Bewertung und die Risiken von Unternehmen beeinflussen, die in Bitcoin investieren. Sie unterstreicht, wie wichtig ein differenzierter Blick bei der Bewertung solcher Unternehmen ist, vor allem angesichts des Einsatzes von konvertierbaren Schulden und ihrer Auswirkungen auf künftige Aktienausgaben und die Bilanzstärke.