Microsoft, Alphabet und Goldman stellen sich gegen OKX-ICE
Auch Qualcomm, Caterpillar und McDonald’s legen Einspruch gegen tokenisierte Aktien auf der OKX-ICE-Plattform ein. Die SEC-Regeln sollen Handel über die Blockchain ermöglichen, doch die Emittenten halten sich zurück.

Wichtigste Erkenntnisse
- Microsoft, Alphabet und Goldman Sachs legen Einspruch gegen handelbare Token-Versionen ihrer Aktien auf OKX-ICE ein.
- Auch Qualcomm, Caterpillar, McDonald’s und Western Digital stehen in der aktualisierten Mitteilung als Einwender.
- Die Zahl der öffentlich gemeldeten Einwände gegen die geplante Plattform von OKX und ICE steigt damit auf 16 Unternehmen.
Microsoft, Alphabet und Goldman Sachs haben Einspruch gegen handelbare Token-Versionen ihrer Aktien auf OKX-ICE eingelegt. Damit wächst der Widerstand von Emittenten gegen die geplante Handelsplattform der Krypto-Exchange OKX und Intercontinental Exchange, der Muttergesellschaft der New York Stock Exchange.
Mehr Unternehmen melden Einspruch
In der aktualisierten öffentlichen Mitteilung vom 19. Oktober werden auch Qualcomm, Caterpillar, McDonald’s und Western Digital als neue Einwender genannt. Die Zahl der öffentlich gemeldeten Einwände steigt damit auf 16 Unternehmen, nach neun in der Mitteilung von vergangener Woche.
Aus den Dokumenten geht nicht hervor, warum die Unternehmen Einspruch erheben, und auch nicht, wann sie ihn genau eingereicht haben. Die Liste zeigt aber, dass ein großer Teil der betroffenen Emittenten nicht möchte, dass ihre Aktien in Tokenform auf der Plattform erscheinen.
Was OKX-ICE vorhat
OKX-ICE hat seine Pläne am 5. Oktober bekannt gemacht und will unter der fünfjährigen Innovation Exemption der SEC operieren. Diese Regelung ist als temporärer und bedingter Rahmen für tokenisierte Aktien auf öffentlichen Blockchains gedacht, mit Spielraum für Handelsplattformen, über Automated Market Maker und Liquidity Pools zu arbeiten.
Die SEC hat diesen Rahmen am 17. September eingeführt. Er soll den Handel mit tokenisierten National Market System-Aktien auf Blockchain-Plattformen ermöglichen. Für den Kryptomarkt ist das relevant, weil es einen seltenen Versuch darstellt, Krypto-Infrastruktur mit dem US-amerikanischen Aktienmarkt zu verbinden. Auch der jüngste SEC-Schritt in Richtung tokenisierte Aktien zeigt, wie schnell sich dieser Markt derzeit bewegt.
Signal für den Markt
Die wachsende Liste mit Einwänden zeigt, dass die neuen Regeln nicht automatisch zu einer breiten Akzeptanz durch Emittenten führen. Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil tokenisierte Aktien oft als Brücke zwischen traditionellen Märkten und der Blockchain dargestellt werden. Wie reibungslos diese Brücke in der Praxis funktioniert, hängt nicht nur von Technik und Regulierung ab, sondern auch von der Bereitschaft der Unternehmen, mitzumachen.