Microsoft warnt vor Malware, die Krypto-Wallets über USB-Sticks stiehlt
Microsoft hat Malware entdeckt, die über USB-Sticks Windows-PCs infiziert und Krypto-Wallet-Adressen in der Zwischenablage ersetzt. So läuft der Angriff ab und warum vor allem Krypto-Nutzer jetzt aufmerksam sein sollten.

Wichtigste Erkenntnisse
- Microsoft hat Malware entdeckt, die über infizierte USB-Sticks Windows-PCs befällt und versucht, Krypto-Wallets zu stehlen.
- Die Malware nutzt eine bösartige .lnk-Datei, installiert einen Wurm und ersetzt Wallet-Adressen in der Windows-Zwischenablage.
- Microsoft hat Indikatoren für eine Kompromittierung veröffentlicht, damit sich Infektionen aufspüren lassen, und warnt vor einem vorsichtigen Umgang mit USB-Sticks.
Microsoft hat eine neue Malware entdeckt, die sich über USB-Sticks verbreitet und seit Februar Windows-PCs infiziert, mit dem Ziel, Krypto Wallets zu kapern. Diese Malware, von Microsoft als "crypto clipper" bezeichnet und als Trojan:Win32/CryptoBandits erkannt, arbeitet über eine bösartige Verknüpfungsdatei (.lnk) auf einem infizierten USB-Stick.
So funktioniert die Malware
Wenn ein Nutzer einen infizierten USB-Stick anschließt und die Verknüpfungsdatei öffnet, wird auf dem PC ein Wurm installiert. Dieser Wurm führt dauerhaft Code aus, der darauf ausgelegt ist, Informationen zu Krypto-Wallets zu stehlen. Gleichzeitig wartet der Wurm darauf, dass ein neuer, sauberer USB-Stick angeschlossen wird, um sich auch darauf zu verbreiten. Die Malware greift Daten aus der Windows-Zwischenablage ab und ersetzt dort gespeicherte Wallet-Adressen durch die der Angreifer, sodass Überweisungen an die falschen Wallets gehen können.
Risiken und Schutzmaßnahmen
Clipper-Malware ist seit 2017 ein bekanntes Phänomen in der Krypto-Welt und hat 2023 schätzungsweise rund $400.000 (€349.000) an Kryptowährungen erbeutet. Die Kombination aus USB-Laufwerken als Verbreitungsweg und der Manipulation von Zwischenablagedaten macht diese Malware besonders gefährlich und schwer zu erkennen. Microsoft hat deshalb eine Liste mit Indikatoren für eine Kompromittierung veröffentlicht, darunter Datei-Hashes und Command-and-Control-Server, um Sicherheitsteams beim Aufspüren von Infektionen zu helfen.
Relevanz für europäische Krypto-Nutzer
Für Nutzer in Europa unterstreicht diese Entdeckung, wie wichtig Wachsamkeit beim Einsatz von USB-Sticks und das Prüfen von Wallet-Adressen vor Transaktionen ist. Die immer ausgefeiltere Malware, die gezielt Krypto-Wallets angreift, zeigt, wie wichtig gute Sicherheitspraktiken und aktuell gehaltene Antivirensoftware sind, um finanzielle Schäden zu vermeiden. Krypto-Sicherheit dreht sich dabei oft nicht nur um Codefehler, sondern auch um menschliche und operative Risiken, das zeigt auch der breitere Trend, der in Krypto-Sicherheit braucht mehr als nur Audits, um Verluste zu verhindern beschrieben wird.