Finst

Minecraft will NFTs von seiner Plattform verbannen

Während Mojang Studios für ein NFT-Verbot in Minecraft wirbt, wagt Square Enix einen neuen Ausflug in die Krypto-Szene.

Minecraft will NFTs von seiner Plattform verbannen

Während Mojang Studios für ein NFT-Verbot in Minecraft wirbt, wagt Square Enix einen neuen Ausflug in die Krypto-Szene.

Seit geraumer Zeit ist es möglich, bestimmte NFTs im klassischen Spiel Minecraft zu verwenden. Das wird bald enden. Ein offizieller Blogbeitrag des legendären Sandbox-Spiels zeigt, dass das Unternehmen sich vom NFT-Einsatz auf der Plattform verabschieden möchte.

Die offizielle Begründung lautet: "NFTs umfassen nicht die ganze Community und schaffen eine Szene von Besitzenden und Benachteiligten." Die "spekulativen Preise" und die "Anlagementalität", die mit NFTs einhergehen, lenken die Aufmerksamkeit vom Spiel ab und fördern "Händlergeschäfte". Nach ihrer Ansicht sind NFTs nicht "vereinbar" und tragen nicht zum langfristigen Spaß und Erfolg der Spieler bei. Weiter heißt es: "Wir machen uns auch Sorgen, dass einige NFT von Dritten nicht zuverlässig sind und Spieler, die sie kaufen, am Ende Geld verlieren."

Laut Statista ist Minecraft das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten, mit insgesamt 238 Millionen verkauften Exemplaren. Seit 2014 gehört das Spiel, entwickelt vom schwedischen Unternehmen Mojang Studios, dem Softwareriesen Microsoft. Mit dem Verbot könnte dieses vielgepriesene Spiel bei seinen Nutzern empfindliche Stiche treffen.

Square Enix mit NFT-Push

Kaum eine Community ist so polarisiert, wenn es um NFTs geht, wie die Gaming-Szene. Während Blockchain-Games wie Axie Infinity, Decentraland oder The Sandbox das Spiel über NFT dominiert haben, wagen auch immer mehr klassische Entwickler weitere Schritte in diese Richtung, im Gegensatz zu Microsoft.

Bereits im Januar dieses Jahres sprach Yosuke Matsuda, CEO von Square Enix, über das Potenzial von NFTs im Gaming-Sektor. Einige Monate später kündigte Square Enix in einem Finanzbericht seine Pläne in diesem Bereich an. Es kommt also nicht überraschend, dass der japanische Spielwarenhersteller seine NFT-Pläne nun ernsthaft vorantreibt.

Zusammen mit dem Blockchain-Projekt Enjin will Square Enix entsprechende NFTs auf den Markt bringen zum 25-jährigen Jubiläum des legendären Spiels "Final Fantasy 7". Eine Pressemitteilung enthüllt zudem, dass die nicht-fungiblen Token mit physischen Sammelkarten verknüpft werden sollen. Enjin sitzt auf Polkadot und hat das Ziel, die Metaverse dezentral aufzubauen. Die Final-Fantasy-Kollektion soll 2023 erscheinen.

Wo die Meinungen auseinandergehen

Es ist nach wie vor ein gemischtes Bild, das sich in Bezug auf NFTs abzeichnet. Die französische Spieldivision Ubisoft hat in der Vergangenheit ebenfalls versucht, NFTs in seine Spiele zu integrieren, und dabei heftige Kritik geerntet. Auf der anderen Seite gibt es jedoch immer mehr Projekte in diesem Bereich, die in der Kryptowelt auf Tauchstation gehen, wie Square Enix. NFTs scheinen vorerst auf der Liste der viel diskutierten Themen in der Games-Szene zu bleiben, auch wenn die Meinungen dazu geteilt sind.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.