Monad will Wallets quantensicher machen, ohne neue Adresse
Der Vorschlag soll den Wechsel zu Passkeys, Multisig und später Post-Quantum-Kryptografie ermöglichen, ohne eine neue Wallet-Adresse zu benötigen. Gleichzeitig arbeitet Monad am Wachstum in DeFi, mit viel Stablecoin-Liquidität im Netzwerk.

Wichtigste Erkenntnisse
- Monad will Wallet-Adressen von den Bestätigungsschlüsseln entkoppeln, damit Nutzer Schlüssel austauschen können, ohne ihre Adresse zu ändern.
- Der Vorschlag soll den Wechsel zu Passkeys, Multisignature-Wallets und später Post-Quantum-Kryptografie ermöglichen.
- Der Ansatz greift Sorgen auf, dass Quantencomputer auf Dauer digitale Signaturen und damit Krypto-Bestände angreifen könnten.
Monad hat einen Vorschlag eingereicht, um Krypto-Wallets sicherer und flexibler zu machen, damit Nutzer ihren Schlüssel ersetzen können, ohne ihre bestehende Adresse zu verlieren. Das soll den Wechsel zu stärkerer Sicherheit erleichtern, etwa zu Passkeys, Wiederherstellungsoptionen und letztlich auch quantensicherer Kryptografie.
Was Monad ändern will
Im Vorschlag wird die feste Wallet-Adresse von dem Schlüssel entkoppelt, der Transaktionen freigibt. Heute kann der Verlust eines solchen Schlüssels bedeuten, dass ein Nutzer dauerhaft ausgesperrt ist, während ein Wechsel zu einem stärker abgesicherten System oft auf eine neue Wallet-Adresse und das Verschieben aller Assets hinausläuft.
Monad will, dass Nutzer Schlüssel hinzufügen, ersetzen oder widerrufen können, während die Adresse gleich bleibt. Dadurch könnten bestehende Konten zum Beispiel in eine Multisignature-Wallet umgewandelt oder mit Passkeys auf Smartphones und Laptops ausgestattet werden. Ein Konto könnte später auch auf ein post-quantensicheres Sicherheitsmodell aktualisiert werden, ohne dass Assets verschoben werden müssen.
Warum Quantensicherheit wichtig ist
Die Debatte passt zu einer breiteren Sorge in der Krypto-Welt: Leistungsstarke Quantencomputer könnten auf Dauer die digitalen Signaturen angreifen, die das Eigentum an Coins belegen. Bitcoin-Entwickler arbeiten bereits an quantenresistenten Signaturschemata, während Ethereum Post-Quantum-Sicherheit inzwischen als formale Forschungspriorität für Wallets, Staking und Smart Contracts sieht.
Diese Aufmerksamkeit ist nicht nur theoretisch. Ethereum arbeitet in seiner Roadmap ebenfalls daran, bestehende Signaturen durch quantensichere Varianten zu ersetzen, während andere Blockchains bereits mit Post-Quantum-Kryptografie experimentieren. Gleichzeitig ist ein solcher Wechsel technisch anspruchsvoll, weil größere Signaturen mehr Speicher, Bandbreite und Validierungsleistung erfordern.
Bedeutung für Ethereum-Nutzer
Für Nutzer von Ethereum-kompatiblen Netzwerken ist das relevant, weil Wallet-Sicherheit immer mehr zu einer Produktschicht wird und nicht nur zu einem Schlüsselverwaltungsproblem. Wenn eine Adresse bestehen bleiben kann, während sich die zugrunde liegende Sicherheit verändert, könnte das den Wechsel zu neuen Sicherheitsformen in der Praxis erleichtern. Monad befindet sich dabei noch in einer frühen Entwurfsphase, daher muss die genaue Ausarbeitung noch festgelegt werden.
Monad selbst zieht unterdessen mehr Aufmerksamkeit im Kryptomarkt auf sich. Das Netzwerk hat laut DefiLlama rund $939 Millionen (€805 Millionen) in DeFi-Apps gebunden, davon etwa $732 Millionen (€628 Millionen) in Stablecoins, und der MON-Token lag am Dienstag rund 2% höher. Der Vorschlag wurde von Kushal Babel und Jan Camenisch verfasst und ist vorerst nur eine erste Version; eine detaillierte Implementierungsspezifikation soll noch folgen.
Für den breiteren Blick auf die Sicherheitsseite gilt: Die Branche sieht immer häufiger, dass schwache Prozesse beim Schlüsselmanagement und bei der Governance größeren Schaden anrichten können als reine Smart-Contract-Bugs. Dieses Muster zeigte sich auch in einer jüngsten Analyse zu Krypto-Hacks im Jahr 2026.