Mt.Gox verlegt erstmals riesige Bitcoin-Positionen
Gläubiger der 2014 eingestürzten Börse erhalten bald ihre verlorenen BTC.

Gläubiger der 2014 eingestürzten Börse bekommen bald ihre verlorenen BTC in die Hand. Die erste Reaktion ist ein Rückgang des Bitcoin-Preises.
Die geschlossene exchange Mt.Gox hat anscheinend heute früh zum ersten Mal Milliardenbeträge an Bitcoin-Transfers initiiert. Das geht unter anderem aus On-Chain-Daten von Arkham Intelligence hervor.
Zum Zeitpunkt des Schreibens flossen mindestens 100.000 BTC von einer Wallet der Börse zu verschiedenen unbekannten Adressen. Der Gegenwert beträgt mehr als fünf Milliarden US-Dollar.
Mt.Gox verlor insgesamt 850.000 Bitcoin bei dem Hack im Jahr 2014. Ungefähr 142.000 BTC könnten jetzt an Investoren ausgezahlt werden, die Bitcoin bereits gekauft hatten, bevor die Börse einstürzte.
Da diese Bitcoin-Investoren theoretisch in enormen unrealisierten Gewinnen sitzen, fürchten einige in der Kryptoszene vor einem Crash.
Als erste Reaktion auf die Meldungen fiel der Bitcoin-Preis heute um etwa 2 Prozent. BTC wird derzeit bei rund $67.700 gehandelt.
Offiziell müssen die wiedererlangten Coins bis zum 31. Oktober 2024 verteilt werden. Unterdessen erwarten Experten, dass die Gläubiger nur einen Teil der Coins tatsächlich verkaufen werden.
Wie viel Bitcoin tatsächlich auf den Markt kommen wird, bleibt abzuwarten. Bisher gibt es noch keine Berichte über Verkäufe durch Gläubiger.