Neue Beschuldigungen von Betrug gegen USDT
Nochmals muss der Stablecoin-Anbieter seine unklaren Praktiken rechtfertigen.

Nochmals muss der Stablecoin-Anbieter seine unklaren Praktiken rechtfertigen. Was steckt hinter dem neuesten Tether-FUD?
Die Wall Street Journal (WSJ) berichtet, dass der Stablecoin-Anbieter Tether auf betrügerische Weise Zugang zum internationalen Banksystem erhalten habe. Zwischenhändler des USDT-Emittenten sollen Dokumente gefälscht und Bankkonten über Briefkastenfirmen eröffnet haben.
In einer vom WSJ erhobenen E-Mail soll einer der Eigentümer von Tether eingeräumt haben, dass ein chinesischer Handelsvertreter im Namen des Unternehmens gefälschte Rechnungen und Verträge bei bestimmten Banken eingereicht habe.
Außerdem wurde Tether beschuldigt, „millionen Dollar an beschlagnahmten Geldern“ zu nutzen und Verbindungen zu „terroristischen Gruppen“ zu unterhalten. In der Folge soll nun auch das US-Justizministerium den Anbieter von Stablecoins untersuchen.
Unterdessen hat der CEO von Tether in einem Tweet die Anschuldigungen wiederlegt. Seiner Ansicht nach sei der WSJ-Bericht „wie üblich“ mit „falschen Informationen und Ungenauigkeiten“ gefüllt.
Sein Unternehmen beschrieb den Bericht weiter als „misleading und falsch“ in einer Erklärung am Freitag. Das Schwesterunternehmen Bitfinex und Tether verfügen über ein „Compliance-Programm der Weltklasse“ und arbeiten eng mit globalen Strafverfolgungsbehörden zusammen, so das Unternehmen.
Das WSJ-Bericht wurde als FUD (Fear-Uncertainty-Doubt) abgetan und als „unfaire Angriffe“ auf das Unternehmen bezeichnet.
Tether stand in der Vergangenheit mehrfach in der Kritik. Immer wieder wurden der Stablecoin-Betreiber der Geldwäsche oder finanziellen Betrugs beschuldigt. Auch die Situation um die US-Dollar-Reserven, die als Sicherheit für den USDT-Token dienen sollen, bleibt undurchsichtig.