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OKX und MetaMask unterstützen Internet Court für KI-Agenten

Das Protokoll soll Streitigkeiten zwischen KI-Agenten abwickeln und knüpft an Standards wie Coinbase’s x402, ERC-8004 und Google’s A2A für agentic commerce an.

OKX und MetaMask unterstützen Internet Court für KI-Agenten

Wichtigste Erkenntnisse

  • OKX, MetaMask, Matter Labs und Genlayer haben Internet Court für Streitigkeiten zwischen KI-Agenten gestartet.
  • Das Protokoll soll Zahlungen, Escrow und Streitbeilegung innerhalb von agentic commerce besser aufeinander abstimmen.
  • Internet Court reagiert auf den Aufstieg getrennter KI-Commerce-Standards und den Bedarf an durchsetzbaren finanziellen Vereinbarungen.

Ein Bündnis aus Krypto- und Web3-Unternehmen um OKX, MetaMask, Matter Labs und Genlayer hat Internet Court vorgestellt. Das Protokoll soll Konflikte zwischen KI-Agenten lösen. Insgesamt 27 Parteien sind beteiligt. Ziel ist es, Zahlungen, Escrow und Streitbeilegung für agentic commerce enger miteinander zu verzahnen, da Software-Agenten zunehmend eigenständig verhandeln und Zahlungen auslösen.

Warum das nötig ist

Nach Angaben der Initiatoren geraten Agent-to-Agent-Transaktionen schnell ins Stocken, sobald es zu einem vertraglichen Streit kommt. Klassische Gerichte sind für solche Abläufe kaum ausgelegt, während KI-Agenten in Maschinengeschwindigkeit arbeiten. Genlayer zufolge soll deshalb eine gemeinsame Ebene entstehen, an die sich Agenten wenden können, wenn ein Deal scheitert. So sollen finanzielle Vereinbarungen auch in einer automatisierten Umgebung durchsetzbar bleiben.

Der Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein. Rund um KI-Commerce haben sich inzwischen mehrere getrennte Standards und Protokolle entwickelt, darunter Coinbase's x402 für Zahlungen, ERC-8004 für die Agenten-Identität und Google’s A2A für Interoperabilität. Jedes dieser Systeme deckt nur einen Teil der Prozesskette ab, lässt aber andere Bereiche offen. Internet Court soll diese Fragmentierung verringern, indem die verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten. Das passt auch zum breiteren Aufkommen von speziellen Konten für KI-Bots, in denen Zahlungen und Handelsrechte bereits getrennt für Agenten eingerichtet werden.

Rolle der Gründungsmitglieder

GenLayer wird bei diesem Vorhaben von der Genlayer Foundation angeführt. David Riudor, CEO und Mitgründer der Foundation, sagt, dass Geld in Maschinengeschwindigkeit auch eine Entscheidung in Maschinengeschwindigkeit brauche. Albert Castellana, Mitgründer und CEO von GenLayer Labs, erklärt, dass Internet Court die einzelnen Bausteine des Marktes zu einer offenen Funktion bündelt, die jeder Agent nutzen kann, um finanzielle Verpflichtungen abzusichern, auch wenn es zu Streit kommt.

MetaMask stellt dafür sein Smart Accounts Kit bereit, einschließlich ERC-7710-Delegationen und dem x402 Facilitator. Damit erhält das Protokoll nach Einschätzung von Ryan McPeck, Smart Accounts Lead bei MetaMask, eine praktische Ausführungsebene innerhalb agentischer Systeme. Für den Kryptomarkt zeigt das, dass nicht nur Zahlungen, sondern auch Abwicklung und Nachweisführung rund um KI-Transaktionen an Bedeutung gewinnen.

Bedeutung für europäische Krypto

Für europäische Krypto-Interessierte ist das vor allem deshalb relevant, weil die nächste Phase von Web3 nicht nur um Wallets und Tokens kreist, sondern auch um die Infrastruktur dahinter. Wenn KI-Agenten häufiger eigenständig Werte übertragen, wird die Frage, wie Konflikte gelöst werden, zu einem zentralen Baustein dieses Marktes. Das könnte auch für europäische Anbieter interessant sein, die an Payment Rails, Custody oder anderen Diensten rund um automatisierte Krypto- und KI-Anwendungen arbeiten.


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