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Ondo steigt nach Start tokenisierter Aktien über DTCC um 17 %

Der Start verknüpft On-Chain-Token mit Aktien in DTC-Custody und rückt Ondo ins Rampenlicht. Auch der SPDR S&P 500 ETF ist jetzt über tokenisierte Ansprüche vertreten.

Ondo steigt nach Start tokenisierter Aktien über DTCC um 17 %

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ondo legte innerhalb von 24 Stunden um 17 % auf 0,37 $ zu, nachdem das Unternehmen seine ersten tokenisierten Aktien gestartet hatte.
  • Die neuen Token, CRCLon und SPYon, sind vollständig gedeckt und an Aktien in DTC-Custody gekoppelt.
  • DTCC baut die Tokenisierung innerhalb eines regulierten Rahmens aus und hat das mit mehr als 30 Parteien getestet.

Ondo (ONDO) hat den höchsten Stand seit einem Monat erreicht, nachdem das Krypto-Unternehmen seine ersten tokenisierten Aktien eingeführt hatte, die an DTC Tokenized Entitlements gekoppelt sind. In den vergangenen 24 Stunden kletterte der Token um 17 % und markierte intraday 0,37 $ (0,32 €). Das war der stärkste Stand seit dem 18. Juni. Damit hob sich ONDO in einem ansonsten eher ruhigen Kryptomarkt ab, während sich Bitcoin (BTC) kaum bewegte.

Erste tokenisierte Aktien

Die neuen Produkte von Ondo basieren auf DTC Tokenized Entitlements für Wertpapiere, die bei The Depository Trust Company verwahrt werden. Praktisch bedeutet das: Das On-Chain-Token ist direkt mit Aktien im zentralen Custody-System der Wall Street verknüpft. Ondo spricht in diesem Zusammenhang von einer Premiere für tokenisierte Aktien.

Zum Start stehen die Token für Circle (CRCL) und den SPDR S&P 500 ETF (SPY) auf der Blockchain. Ondo bringt sie unter den Namen CRCLon und SPYon heraus. Beide sind vollständig durch die zugrunde liegenden Wertpapiere gedeckt. Nach Angaben des Unternehmens bleiben die Aktien während des gesamten Prozesses in DTC-Custody, während die Anbindung an das DTC-Netzwerk über Alpaca Markets erfolgt.

DTCC beschleunigt die Tokenisierung

Der Start fügt sich in eine breitere Tokenisierungswelle bei DTCC ein. Der Anbieter spielt seit mehr als 50 Jahren eine zentrale Rolle in der US-amerikanischen Finanzinfrastruktur. Im Dezember 2025 erhielt DTCC von der SEC einen No-Action Letter für einen Tokenization Service für DTC Participants und deren Kunden. Dadurch wurde es möglich, in Custody gehaltene Assets in tokenisierter Form innerhalb eines regulierten Rahmens anzubieten.

DTCC erklärt, dass der Tokenization Service traditionelle Finance und DeFi näher zusammenbringen soll, indem reale, bei DTC verwahrte Assets in tokenisierte Formen überführt werden. In der ersten Phase liegt der Fokus auf liquiden Assets wie dem Russell 1000, großen ETFs und US-Staatsanleihen. Später soll das Angebot auf weitere Kategorien ausgeweitet werden. Laut DTCC waren an der jüngsten Testphase mehr als 30 Parteien beteiligt. Dabei wurden auch Collateral Pledges, Securities Lending und Equity Settlements verarbeitet.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Nutzer ist das relevant, weil tokenisierte Wertpapiere zunehmend innerhalb bestehender Marktinfrastrukturen getestet werden und nicht außerhalb davon. Das dürfte darauf hindeuten, dass Tokenisierung nicht nur ein Nischenthema bleibt, sondern auch für größere institutionelle Akteure an Bedeutung gewinnen kann, die mit klassischer Custody und Settlement vertraut sind. Gleichzeitig verschwimmt die Grenze zwischen Krypto und traditionellen Märkten weiter, gerade in einer Phase, in der Regulierung und Infrastruktur stärker in den Fokus rücken. Grayscale hatte zuvor bereits darauf hingewiesen, welche Rolle Netzwerke wie Ethereum, Solana und BNB spielen könnten, wenn tokenisierte Aktien weiter in Richtung klassischer Finanzmärkte vordringen.


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