Ordinals ermöglichen jetzt auch Musik auf Bitcoin
Vor einem Jahr war es unvorstellbar, heute ist es Realität mit Bitcoin: NFTs, Memecoins, Spiele und seit Kurzem auch blockchain-generierte Musik.

Vor einem Jahr war es noch unvorstellbar, heute ist es Realität mit Bitcoin: NFTs, Memecoins, Spiele und seit Kurzem auch blockchain-generierte Musik. Mit einer Musikmaschine, die auf dem Ordinals-Protokoll basiert, können Krypto-Enthusiasten neue Lieder erstellen. In der Selbsttest-Fassung fällt auf, dass die Musik noch auf 8-Bit-Tonalitäten beschränkt ist, sodass die Hitparaden vorerst noch nicht gestürmt werden.
Das Protokoll ist Beitrag auf X ansehen und dient als Ergänzung zum Text-basierten Rollenspiel Descent into Darkness, das ebenfalls auf der Bitcoin-Blockchain läuft. Der Entwickler hat den Sound mit Hilfe der KI ChatGPT erstellt und in die Blockchain-Anwendung integriert. Solche On-Chain-Apps gibt es schon länger, zum Beispiel als spielbare Doom-Version.
Bitcoin und Smart Contracts: Ein seltsames Paar
Die Musik auf Bitcoin ist dank einer innovativen Entwicklung innerhalb von Ordinals möglich. Anstatt der bisher genutzten Technologie können sogenannte "rekursive Inschriften" mit anderen Inschriften kommunizieren. Dadurch können Daten, die bereits in der Blockchain stehen, abgerufen werden, vergleichbar mit Smart Contracts auf Ethereum. Dadurch können Entwickler die Vier-Megabyte-Blockgröße umgehen – und Datenstau vermeiden.
Ein zweiter Vorteil: geringe Transaktionskosten. Dadurch können Entwickler kosteneffizient im Mainnet arbeiten, ohne auf Layer-2-Lösungen angewiesen zu sein. Bislang wird Bitcoin-Musik von den meisten Nutzern gut aufgenommen. Kritiker stellen jedoch Beitrag auf X ansehen den Nutzen der Technologie infrage: "Satoshi [Nakamoto] hätte einen Herzinfarkt bekommen."
Ordinals verursachen Datenkongestion in der Blockchain
Im Mai kostete eine Bitcoin-Transaktion 30 US-Dollar. Grund für die hohe Netzaktivität: Bitcoin-NFTs. Die Hype um das Ordinals-Protokoll schürte enormen Netzwerkverkehr. Dadurch verzeichnete Bitcoin an einem Tag mehr Transaktionen – rund 682.000 – als je zuvor. Eine Rekordmarke in der mehr als 14-jährigen Geschichte.
Das Ordinals-Protokoll wird in Bitcoin-Mehrheitskreisen kritisch gesehen. Proof of Work ist ursprünglich ein System, das Spam eigentlich verhindern sollte. Das Argument: Die Blockchain verliert nun an "Verunreinigung" durch zufällige Datensätze, die wenig mit finanziellen Transaktionen zu tun haben. Auf der anderen Seite: Sollte ein offenes Protokoll wie Bitcoin nicht auch non-finanzielle Transaktionen zulassen?
Es bleibt abzuwarten, inwieweit die neue Musikanwendung die Nerven der Bitcoin-Gemeinschaft trifft. Schließlich hat der Streit um die Ordinale die Debatte über die Blockgröße wieder angefacht – und damit auch den Krieg um die Blockgröße.