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Ostium verliert fast 18 Millionen USDC nach Oracle-Exploit auf Arbitrum

Der Angriff traf die Main Liquidity Vault der auf Arbitrum basierenden Perpetual DEX. Ein kompromittierter Oracle-Key ermöglichte offenbar die Manipulation von Preisdaten und setzt damit die Sicherheit von RWA-DeFi und der Oracle-Infrastruktur unter Druck.

Ostium verliert fast 18 Millionen USDC nach Oracle-Exploit auf Arbitrum

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die auf Arbitrum basierende Perpetual DEX Ostium ist von einem Exploit betroffen, bei dem fast 18 Millionen USDC aus der Main Liquidity Vault abgezogen wurden.
  • Nach ersten Erkenntnissen nutzte der Angreifer einen kompromittierten Oracle-Signer-Private-Key, um Preisdaten zu manipulieren und über wiederholte Trades Gewinne zu erzielen.
  • Ostium teilte mit, dass die Untersuchung läuft, und rät Nutzern, offizielle Kanäle für Informationen zu Auszahlungen und Security-Updates zu verfolgen.

Die auf Arbitrum basierende Perpetual DEX Ostium ist heute Ziel eines Exploits geworden. Dabei wurden fast 18 Millionen Dollar (15,8 Millionen Euro) in USDC aus der Main Liquidity Vault abgezogen. Nach der ersten Analyse liegt die Ursache offenbar bei einem kompromittierten Private Key des Oracle-Signers. Dadurch konnte der Angreifer Preisdaten manipulieren und über wiederholte Trades Gewinne erzielen, ohne eine echte Marktposition zu halten.

Wie der Angriff ablief

Das Security-Unternehmen Blockaid meldete den Vorfall am 15. Juli 2026. Nach Angaben des Unternehmens nutzte der Angreifer einen registrierten PriceUpKeep-Forwarder sowie future-dated autorisierte Oracle-Reports, um künstliche Handelsgewinne zu erzeugen. Anschließend folgten rund 20 Open-und-Close-Schleifen über delegierte Aktionen, mit denen Gelder aus der Vault abgezogen wurden.

On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass zwischen 11,86 Millionen Dollar (10,4 Millionen Euro) und 18 Millionen Dollar (15,8 Millionen Euro) in USDC abgezogen wurden. Das entspricht etwa 32 bis 35 Prozent der damaligen TVL von rund 34 Millionen Dollar (29,8 Millionen Euro). Die wichtigsten Transaktionen lassen sich auf Arbiscan öffentlich nachvollziehen. Ostium versteht sich als Perpetuals-Exchange für tokenisierte Real-World Assets (RWAs) wie Aktien, Rohstoffe, Forex und Indizes und ist auf Arbitrum aufgebaut.

Warum das breiter relevant ist

Der Vorfall betrifft ein Segment, das in den vergangenen Monaten stärker in den Fokus gerückt ist: RWA-orientierte DeFi-Protokolle mit komplexen Abhängigkeiten von Oracle-Daten. Bereits im April wurde auch Drift Protocol, eine auf Solana basierende Perpetuals-Exchange, von einem größeren Exploit getroffen, bei dem ein kompromittierter Key und manipulierte Oracle-Pricing-Daten zusammenkamen. Solche Fälle zeigen, dass Private-Key-Management und Timing-Kontrollen in hybriden DeFi-Strukturen weiterhin ein Schwachpunkt sein können.

Druck auf die Oracle-Sicherheit

Ostium hat nach eigenen Angaben rund 27,8 Millionen Dollar (24,4 Millionen Euro) von Investoren wie General Catalyst, Jump Crypto, Coinbase Ventures, Wintermute und GSR eingesammelt. Der Fall macht deutlich, dass selbst gut finanzierte Krypto-Projekte mit Audits nicht automatisch vor Angriffen auf Oracle-Infrastruktur geschützt sind. Das Protokoll erklärte, die Untersuchung laufe weiter, und bittet Nutzer, offizielle Kanäle für Hinweise zu Auszahlungen und Security-Updates zu verfolgen.


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