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Polymarket holt Zora-Mitgründer für Onchain-Produkt an Bord

Horne soll Polymarkets DeFi- und Polygon-Venue stärken, während Coinbase mit Kalshi auf regulierte Prediction Markets in den USA setzt.

Polymarket holt Zora-Mitgründer für Onchain-Produkt an Bord

Wichtigste Erkenntnisse

  • Polymarket hat Zora-Mitgründer Jacob Horne eingestellt, um das Onchain-Trading-Produkt neu aufzubauen.
  • Horne wird direkt mit CEO Shayne Coplan zusammenarbeiten, um den DeFi-Bereich von Polymarket zu stärken.
  • Die Einstellung erfolgt vor dem Hintergrund von Wachstum, einer Schwächung des Onchain-Produkts und neuem Wettbewerbsdruck durch regulierte Prediction Markets.

Polymarket hat Jacob Horne eingestellt, um sein Onchain-Trading-Produkt neu aufzubauen. Horne war Mitgründer von Zora, der App hinter Coinbase’ gescheitertem Creator-Coin-Experiment, und wird direkt mit CEO Shayne Coplan am Produkt arbeiten. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Kalshi über Coinbase die US-amerikanischen Prediction Markets antreibt und Polymarket gerade seinen Krypto-Hintergrund schärfen will.

Onchain-Produkt bekommt Priorität

Coplan sagte, dass Horne vor allem dabei helfen soll, den DeFi-Bereich von Polymarket stärker zu machen. Polymarket hat zwei getrennte Venues: Außerhalb der USA handelt das Unternehmen auf einem Markt, der auf der Polygon-Blockchain abgerechnet wird, während US-Nutzer auf eine separate Exchange zugreifen können, die von der Commodity Futures Trading Commission lizenziert ist.

Laut Coplan hat sich das Onchain-Produkt abgeschwächt, während das Unternehmen gewachsen ist. Er sagte auch, dass Stammnutzer fanden, dieser Teil der Plattform sei vernachlässigt worden. Polymarket plant ein Town Hall, um zu erklären, wie das Unternehmen diese Probleme angehen will.

Von Zora zu Prediction Markets

Horne verließ Zora vor acht Tagen, nach mehr als sechs Jahren im Unternehmen. Zora ließ Nutzer soziale Posts in Tokens umwandeln, die auf Base handelbar waren, dem Blockchain-Netzwerk von Coinbase. Coinbase verfolgte diese Idee länger als ein Jahr weiter, räumte später aber ein, dass der Versuch nicht funktioniert hat.

Sein Wechsel ist bemerkenswert, weil Coinbase die Creator-Coin-Richtung inzwischen aufgegeben hat, während das Unternehmen Prediction Markets nicht aufgegeben hat. Für sein US-Produkt arbeitet Coinbase jetzt mit Kalshi zusammen. Diese Exchange ist in den USA von der CFTC als Designated Contract Market reguliert und steht damit unter Aufsicht für Event Contracts unter anderem zu Politik, Wirtschaft und Unterhaltung.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt diese Personalie, wie schnell sich der Markt für Prediction Markets zwischen regulierten US-Plattformen und offeneren Onchain-Umgebungen aufteilt. Das ist relevant für Akteure, die DeFi-Produkte bauen oder verfolgen, weil das Gleichgewicht zwischen Nutzerfreundlichkeit, Aufsicht und Krypto-nativem Handel immer wichtiger wird. Es zeigt auch, dass große Plattformen Personal und Produktfokus in Bereiche verschieben, in denen Nutzeraktivität und Regulierung am stärksten zusammenkommen.

Das schnelle Wachstum von Prediction Markets ist dabei kein Zufall: Die Branche erreichte bereits zuvor Rekordniveaus bei Open Interest und Volumen, mit Polymarket und Kalshi als wichtigsten Akteuren. Das unterstreicht, warum Polymarket jetzt zusätzlich auf sein Onchain-Produkt setzt.

Coplan nannte Horne die dritte Senior-Besetzung innerhalb von acht Tagen. Warren Jenson wurde am 10. September Polymarkets erster Chief Financial Officer, und Collin McKinney Hill, ein ehemaliger General Manager bei DoorDash, trat am 15. September als Vice President Operations an.


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