Privacy-Coin Monero (XMR) stürzt zusammen
Ab dem 20. Februar können Binance-Kunden nicht länger mit der Privacy-Coin Monero (XMR) handeln.

Ab dem 20. Februar können Binance-Kunden nicht länger mit der Privacy-Coin Monero (XMR) handeln. Dies kündigte die Krypto-Börse an in einer Erklärung vom 6. Februar. Der Grund: XMR erfüllt nicht den Industriestandard, den Binance verlangt. Auszahlungen der Münze werden nach dem 20. Mai nicht mehr unterstützt.
Monero ist bekannt für seine starken Privatsphäre-Funktionen und wäre laut der offiziellen Website sogar unauffindbar. Zu den Technologien zur Privatsphäre-Verbesserung gehören unter anderem Ring Confidential Transactions (RingCT), Ringsignatures und Stealth-Adressen.
RingCT mischt Transaktionen, um den Ursprung des Geldes zu verbergen, während Ringsignatures die Identität des Absenders innerhalb einer Gruppe möglicher Absender verbergen. Stealth-Adressen machen das Nachverfolgen jedoch noch schwieriger, weil für jede Transaktion eine eigene Adresse generiert wird. Dieses Maß an Anonymität hat nicht nur viele Nutzer mit Fokus auf Privatsphäre angezogen, sondern auch die Aufmerksamkeit von Behörden geweckt, zum Beispiel in Finnland.
Grund genug für die Kryptobörse OKX, Monero Ende 2023 von der Plattform zu werfen. Binance folgt diesem Beispiel. Diese Ankündigung hat bereits erhebliche Auswirkungen auf den Kurs von XMR gehabt. In den letzten 7 Tagen ist die Privacy-Coin um etwa 27 Prozent gefallen und stand zum Zeitpunkt des Schreibens bei 122,40 USD.