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Ray Dalio nennt Bitcoin als Hedge gegen US-Schulden

Der Bridgewater-Gründer stellt Bitcoin neben Gold in ein defensives Portfolio, da steigende US-Schulden und höhere Zinsen den Dollar und Treasuries unter Druck setzen.

Ray Dalio nennt Bitcoin als Hedge gegen US-Schulden

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ray Dalio sagt, dass Anleger ein wenig Bitcoin halten sollten, da die US-Regierung tiefer in die Schuldenprobleme gerät.
  • Dalio sieht Gold weiterhin als den größeren Hedge, nennt Bitcoin aber ebenfalls als Teil eines defensiven Portfolios.
  • Er verbindet die jüngsten Bewegungen bei Anleihen und dem Dollar mit steigenden US-Schulden und erwartet ähnlichen Druck in anderen großen Volkswirtschaften.

Ray Dalio sagt, dass Anleger „ein wenig Bitcoin“ halten sollten, da die US-Regierung tiefer in ein Schuldenproblem gerät. Nach Einschätzung des Bridgewater-Gründers könnte das den Dollar auf längere Sicht schwächen und Staatsanleihen weniger attraktiv machen. Dalio sieht Gold weiterhin als den größeren Hedge, nennt Bitcoin aber ausdrücklich als Teil eines defensiven Portfolios.

Schulden und Anleihen

Dalio sagte am Freitag, dass mehrere jüngste Bewegungen am Anleihemarkt zu dem Muster passen, das er zuvor in seinem Buch How Countries Go Broke beschrieben hat. Er verwies unter anderem auf den Verkauf von US-Treasuries durch Japan, steigende Renditen auf langfristige US-Staatsanleihen und einen schwächeren Dollar. Auch die Entscheidung von Finanzminister Scott Bessent, den Rückkauf eigener Staatsanleihen auszuweiten, passt aus seiner Sicht in dieses Bild.

Krypto-Investoren führten die Rally der vergangenen Woche auf diese Anpassung bei den Buybacks zurück. Bitcoin nähert sich nach einer Welle von Short-Liquidationen 75.000 Dollar stieg von rund 63.500 Dollar (54.300 Euro) am Mittwoch auf über 78.000 Dollar (66.700 Euro) am Samstag, während unterwegs etwa 4 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) an bärischen Positionen geschlossen wurden. Dalio sagt, dass Regierungen ihre eigenen Schulden zurückkaufen, wenn die Nachfrage nachlässt, Bessent dies aber nur begrenzt fortsetzen könne.

Die US-Regierung dürfte in diesem Jahr rund 5,5 Billionen Dollar (4,7 Billionen Euro) an Einnahmen erzielen und etwa 7,5 Billionen Dollar (6,4 Billionen Euro) ausgeben. Das entspräche einem Defizit von rund 2 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro). Die Bundesverschuldung ohne die Schulden, die der Staat sich selbst schuldet, liegt bei rund 32 Billionen Dollar (27,4 Billionen Euro), während die Zinslast allein voraussichtlich bei etwa 1 Billion Dollar (0,9 Billionen Euro) liegen wird.

Warum Bitcoin dazugehört

Dalio erwartet ähnlichen Druck auch im Vereinigten Königreich, in der Europäischen Union, in China und in Japan. Deshalb sieht er Vermögenswerte, die nicht von Regierungen ausgegeben werden, wie Gold und Bitcoin, in einem Szenario mit Währungsabwertungen als relativ stark. Damit bekräftigt er eine Position, die er seit Jahren vertritt, auch wenn er einräumt, dass frühere Warnungen manchmal zu früh wirkten.

Diese breitere Sicht passt zu Dalios langjährigem Fokus auf Diversifikation und Risikobalance. Gold hat er schon länger als Schutz vor Währungsabwertung und geopolitischem Stress positioniert, mit früheren Empfehlungen, 5% bis 15% eines Portfolios in Gold zu halten. 2022 zog er sich aus der täglichen Führung bei Bridgewater Associates zurück, wodurch er sich stärker auf Makroanalysen wie diese konzentrieren konnte.

Was Anleger daraus mitnehmen

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass ein bekannter traditioneller Investor Bitcoin nicht mehr nur als spekulativ sieht, sondern auch als möglichen Hedge neben Gold. Das sagt nichts über eine garantierte Kursreaktion aus, zeigt aber, dass Bitcoin immer häufiger in breiteren Gesprächen über Schulden, Inflation und Währungsrisiken auftaucht. Gerade jetzt, da auch Zentralbanken und Staatsanleihemärkte unter Druck stehen, dürfte dieses Framing für institutionelle Anleger relevant bleiben.


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