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Ripple nach dem Sieg über die SEC: Was kommt als Nächstes für XRP?

Ripple nach Befreiung von der SEC: so geht es weiter mit XRP Mehr als vier Jahre lang zog sich das juristische Drama zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple Labs hin.

Ripple nach dem Sieg über die SEC: Was kommt als Nächstes für XRP?

Ripple nach Befreiung von der SEC: so geht es weiter mit XRP

Mehr als vier Jahre lang zog sich das juristische Drama zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple Labs hin. Die Beschuldigung: Das Unternehmen soll beim Verkauf von XRP illegale Wertpapiergeschäfte betrieben haben. Während der ehemalige SEC-Vorsitzende Gary Gensler seinen Kreuzzug gegen die Krypto-Industrie fortsetzte, drohte Ripple eine Strafe von mehr als 2 Milliarden US-Dollar. Doch mit dem Wahlsieg von Donald Trump kam der Durchbruch: Der XRP-Kurs stieg um mehr als 400 Prozent. Jetzt lässt die neue, republikanisch geführte SEC ihr Rechtsverfahren endgültig fallen. Warum Ripple-CEO Brad Garlinghouse damit längst noch nicht zufrieden ist — und warum er genau jetzt die Gegenoffensive startet. Plus: Wie stark der XRP-Kurs in den kommenden Monaten profitieren könnte.

Die rechtliche Auseinandersetzung rund um XRP

Schon im Juli 2023 errang Ripple einen wichtigen Zwischenstoß vor einem Bundesgericht in den USA. Dieses entschied, dass der Verkauf von XRP an private Investoren nicht gegen das US-Wertpapierrecht verstoßen habe. Richterin Analisa Torres betrachtete XRP beim Verkauf an institutionelle Investoren jedoch als Wertpapier. Die SEC, unter Führung von Gary Gensler, fokussierte sich seither auf diesen Punkt. Die geforderte Strafe von rund 2 Milliarden Dollar wurde abgewiesen, doch Ripple Labs erhielt laut einem Urteil im August eine Geldstrafe von 125 Millionen Dollar auferlegt.

Noch während Genslers Amtszeit — bekannt für seine Crypto-Skepsis — legte die SEC Berufung gegen das vergleichsweise milde Urteil ein. Dass die neue Führung der Aufsichtsbehörde diese Berufung nun fallen lässt, bezeichnet Ripple-CEO Brad Garlinghouse auf X als einen großen Sieg.

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Garlinghouse scheut seine Kritik nicht. In einer scharfen Kehrtwendung erklärt er:

“Die Aufsichtsbehörde, die eigentlich Anleger schützen soll, begann ein Prozess ohne Betrug oder Opfer und beraubte unschuldige XRP-Inhaber von 15 Milliarden Dollar. Die SEC war selbst der Marktmanipulator.”

Aber er will dem Fall noch nicht endgültig einen Abschluss verpassen. Im Gegenteil: Er bereitet eine Gegenoffensive vor.

Das ist die neue Strategie von Ripple-CEO Garlinghouse

In einem Interview mit Bloomberg erläutert Garlinghouse seine Pläne:

“Der Richter hat entschieden, dass einige XRP-Coins, die wir 2015 und 2016 an akkreditierte Investoren verkauft haben, als Wertpapiere gelten. Daher liegt nun eine Strafe von 125 Millionen Dollar auf einem Treuhandkonto. Wir würden es nicht schlimm finden, dieses Geld zurückzubekommen.”

Es fühlt sich gut an, sagt er, einmal in die Offensive gehen zu können statt ständig in der Defensive zu stecken. Laut Garlinghouse sei nun ein klarer rechtlicher Sieg errungen:

“XRP ist kein Wertpapier. Das ist gut für die gesamte Branche. Aber bestimmte Teile der Angelegenheit müssen geklärt werden.”

FoxBusiness-Journalistin Eleanor Terrett schreibt auf X:

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Eine Öffnung von Ripple Labs an der Börse ist vorläufig vom Tisch. Die juristische Nachsommerzeit zieht sich zwar noch hin, doch Garlinghouse richtet seinen Fokus derzeit woandershin.

Übernahmen statt IPOs

Laut Garlinghouse hat ein Börsengang derzeit keine Priorität:

“Wir schauen stattdessen auf potenzielle Übernahmen. Unter Trump hat die amerikanische Kryptoindustrie eine vielversprechende Zukunft.”

Auch zu XRP Spot ETFs ist er optimistisch:

“Derzeit liegen 11 ETF-Anträge bei der SEC vor, unter anderem von Bitwise und Franklin Templeton. Ich erwarte, dass sie in der zweiten Jahreshälfte genehmigt werden.”

Wenn das stimmt, könnte der Kapitalzufluss deutlich zunehmen. Ein JPMorgan-Bericht zufolge könnten die XRP Spot ETFs im ersten Handelsjahr 4 bis 8 Milliarden Dollar anziehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung im Jahr 2025 wird auf Polymarket nun bei 84 % gesehen, ein Anstieg von 11 Prozentpunkten gegenüber letzter Woche. Die Investmentfirma Bitnomial hat sogar schon die View post on X von der CFTC regulierte XRP-Futures gestartet.

Was bedeutet das für XRP-Investoren?

Direkt nach der Meldung über das Zurückziehen des Rechtsmittels stieg der XRP-Kurs von 2,31 auf 2,56 Dollar, ein Plus von 11 Prozent. Wenige Anleger hatten auf eine so schnelle Wende gesetzt; selbst pro-XRP-Anwälte gingen von April oder Mai aus. Inzwischen hat sich der Kurs leicht auf 2,48 Dollar zurückgezogen.

Doch die Kombination aus dem Fallverzicht des Rechtswegs, ETF-Aussichten und der juristischen Klarheit rund um XRP könnte zu einem Aufwärtsmoment führen. Im Bloomberg-Interview deutet Garlinghouse auf eine “Crypto-Reservez” hin, die neben Bitcoin auch XRP, Ethereum, ADA und Solana enthalten könnte — eine Idee, die Trump zuvor selbst in einem Truth Social-Post angeführt hatte. Später stellte er jedoch klar, dass die offizielle strategische Reserve ausschließlich aus Bitcoin bestehen würde.

Das Weiße Haus erklärte zudem, dass die USA keine neuen digitalen Vermögenswerte kaufen dürften, außer über gerichtliche Verfahren. Da die Regierung derzeit keine XRP besitzt, ist unklar, warum Garlinghouse glaubt, dass sich das ändern wird.

Ripple nach der Sieg über die SEC: Was steht XRP zu erwarten?

Schluss: Was bringt die Zukunft?

Dennoch könnten die Kombination aus klarer Regulierung und genehmigten Spot-ETFs XRP einen Schub geben. Laut Analysten von Coin Bureau könnte Ripple dank des Prozessesends, ETF-Genehmigungen und breiterer Akzeptanz des XRP-Ledger bis Ende 2025 neue Höhen erreichen.

Gleichzeitig gibt es auch Kritik, insbesondere an der Zentralisierung von XRP. In der Bitcoin-Community wächst die Unzufriedenheit mit der Macht von Ripple im eigenen Ökosystem. Aber vorerst scheint der Wind für XRP-Investoren endlich von hinten zu kommen.


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