Robinhood Chain treibt Arbitrum nach 568 Millionen Dollar Volumen nach oben
Robinhood Chain läuft auf Arbitrum-Technologie und hat an einem Tag 568 Millionen Dollar verarbeitet, vor allem durch Memecoin-Handel. Die Aktivität stützt auch Stablecoin-Bestände und mögliche Protokolleinnahmen für die DAO.

Wichtigste Erkenntnisse
- Robinhood Chain verarbeitete an einem Tag 568 Millionen Dollar Handelsvolumen und zog dabei vor allem viel Memecoin-Aktivität an.
- ARB legte innerhalb von 24 Stunden um 19 % zu und war damit die stärkste Münze unter den Top 100.
- Robinhood Chain läuft auf Arbitrum-Technologie und gibt 10 % der Netto-Protokolleinnahmen an das Arbitrum-Ökosystem zurück.
Robinhood Chain hat in kurzer Zeit spürbar an Zugkraft gewonnen und rückt Arbitrum damit stärker in den Fokus. Auch die Ethereum-bezogene Infrastruktur profitiert davon direkt: ARB legte innerhalb von 24 Stunden um 19 % zu und war damit die stärkste Münze unter den Top 100. Gleichzeitig verarbeitete die neue Chain von Robinhood an einem Tag 568 Millionen Dollar (497 Millionen Euro) an Volumen.
Volumen schießt nach oben
Der Anstieg auf Robinhood Chain wurde vor allem von Memecoin-Aktivität getragen. Gleichzeitig kletterten die Stablecoin-Bestände im Netzwerk schon in der ersten Woche rasch auf mehr als 260 Millionen Dollar (227 Millionen Euro). Nach Angaben von Entropy Advisors verarbeitete die Chain am Mittwoch täglich mehr als 568 Millionen Dollar (497 Millionen Euro) an Handelsvolumen, am Donnerstag lag der Wert bereits bei über 350 Millionen Dollar (306 Millionen Euro). Für ein Netzwerk, das erst seit einer Woche breiter verfügbar ist, ist das bemerkenswert.
Robinhood Chain basiert auf der Technologie von Arbitrum und leitet 10 % der Netto-Protokolleinnahmen an das Arbitrum-Ökosystem weiter. Diese Erträge fließen in die DAO-Treasury und die Developer Guild. Damit wirkt sich die Aktivität auf der neuen Chain nicht nur auf Robinhood selbst aus, sondern kann auch für die breitere Arbitrum-Struktur zusätzlichen Wert schaffen.
Robinhood setzt breiter auf Krypto
Vorgestellt wurde die Chain in der vergangenen Woche auf dem Robinhood-Event in London als Teil eines umfassenderen Krypto-Rollouts. Dort kündigte das Unternehmen außerdem an, tokenisierte US-Aktien für Kunden in mehr als 120 Ländern zugänglich zu machen und eine DeFi-Savings-Vault mit Rendite über das Kreditprotokoll Morpho zu starten. Zusätzlich will Robinhood seine Krypto-Aktivitäten mit KI-gestütztem Trading und weiteren Anlageinstrumenten ausbauen.
Die ersten Zahlen liegen klar über den früheren Erwartungen. FalconX schätzte im April noch, dass Robinhood Chain in den ersten sechs Monaten rund 1,1 Millionen Dollar (1 Million Euro) an Transaktionsgebühren einbringen würde. Brendan Ma, Leiter Investment Strategies bei der Arbitrum Foundation, schrieb, dass Robinhood auf Basis der Aktivität eines einzigen Tages bereits auf mehr als 12,5 Millionen Dollar (10,9 Millionen Euro) an annualisierten Einnahmen kommt. Zugleich merkte er an, dass der größte Teil der Aktivität rund um tokenisierte Real-World Assets noch bevorsteht.
Relevant für europäische Krypto-Volger
Für europäische Krypto-Volger ist vor allem relevant, dass Robinhood Chain ausdrücklich für tokenisierte Real-World Assets und für 24/7-Handel innerhalb komplexer Regulierung in mehreren Regionen entwickelt wurde. Damit ist die Chain mehr als nur ein Memecoin-Umfeld: Das Projekt positioniert sich als Brücke zwischen traditionellen Märkten und DeFi, mit Arbitrum als technischer Basis. Sollte diese Mischung aus tokenisierten Aktien, Stablecoins und Onchain-Handel weiter an Bedeutung gewinnen, könnte das auch das Interesse an Ethereum Layer-2s und ihren Einnahmemodellen erhöhen. Das fügt sich in den breiteren Trend rund um tokenisierte Wertpapiere ein, etwa bei tokenisierten US-Aktien, wo Broker und Infrastruktur-Anbieter zunehmend versuchen, Börsenprodukte onchain abzubilden.