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RQD* sammelt 74 Millionen Dollar für tokenisierte Märkte ein

Bain Capital führt die Runde an, auch ABN AMRO Clearing Bank ist beteiligt. RQD* will seine Clearing- und Custody-Infrastruktur für tokenisierte Wertpapiere und Onchain-Settlement ausbauen.

RQD* sammelt 74 Millionen Dollar für tokenisierte Märkte ein

Wichtigste Erkenntnisse

  • RQD* Clearing hat 74 Millionen Dollar eingesammelt, um seine Infrastruktur für digitale Assets und Tokenisierung auszubauen.
  • Bain Capital Tech Opportunities führte die Runde an, mit Beteiligung von ABN AMRO Clearing Bank und Nyca Partners.
  • Das Unternehmen will in Nordamerika, Asien und dem Nahen Osten expandieren und arbeitet an Custody- und Tokenisierungsprodukten.

RQD* Clearing hat 74 Millionen Dollar eingesammelt, um seine Infrastruktur für digitale Assets und Tokenisierung auszubauen. Die amerikanische Clearing- und Custody-Firma will damit besser auf einen Kryptomarkt und Kapitalmarkt reagieren, die zunehmend onchain funktionieren.

Bain führt die Runde an

Bain Capital Tech Opportunities führte die Minderheitsbeteiligung an. Auch ABN AMRO Clearing Bank und Nyca Partners machten mit, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

RQD* will das Kapital für die Expansion in Nordamerika, Asien und den Nahen Osten nutzen. Außerdem arbeitet das Unternehmen an Produkten rund um digitale Asset-Custody und Tokenisierung.

Der Schritt zeigt, dass sich die Aufmerksamkeit bei der Tokenisierung nicht nur auf die Ausgabe von Tokens richtet, sondern auch auf das, was danach nötig ist. Tokenisierte Wertpapiere brauchen weiterhin Custody, Clearing, Risikomanagement und Settlement, vor allem weil der Handel immer häufiger außerhalb der traditionellen Marktzeiten stattfindet.

Mehr Druck auf die Marktinfrastruktur

RQD* übernimmt Clearing und Custody für Broker-Dealer, Investment Advisers und ausländische Finanzinstitute, die Zugang zum US-Markt suchen. Das Unternehmen führt Positionen, bewegt Wertpapiere und Cash und steuert das Risiko zwischen einer Transaktion und der endgültigen Abwicklung.

Im März arbeitete RQD* bereits mit Blue Ocean Technologies an einer Clearing- und Settlement-Infrastruktur für tokenisierte US-NMS-Aktien. Das Projekt knüpfte an das entstehende Rahmenwerk der Depository Trust & Clearing Corporation an, der Instanz, die Clearing und Settlement für den US-Wertpapiermarkt unterstützt. Die DTCC machte im Juni außerdem einen Schritt in Richtung 24/5-Clearing.

Für europäische Krypto- und Marktbeobachter ist das relevant, weil sich Tokenisierung immer stärker vom Experiment zur Marktinfrastruktur verschiebt. Das Wachstum tokenisierter RWAs und das Interesse großer Finanzakteure zeigen, dass sich auch die Back-End-Seite des Marktes schnell verändert, nicht nur die Tokens selbst.

Großes Volumen im traditionellen Markt

RQD* teilte außerdem mit, dass das Unternehmen in diesem Jahr bereits rund 515 Millionen Aktiengeschäfte verarbeitet hat, mit einem Wert von fast 2 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro). Das entspricht etwa 2,4 % des US-Handels mit National Market System-Aktien.

Diese bestehende Größenordnung macht den neuen Schritt in Richtung digitale Assets bemerkenswert. Das Unternehmen versucht nun, seine Rolle im traditionellen Markt mit der Infrastruktur zu verbinden, die für tokenisierte Wertpapiere und andere Onchain-Produkte nötig ist.


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