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Samsung weist Open-USD-Deal nach Behauptung über 140 Partner zurück

Samsung, Shinhan und Dunamu bestreiten eine Beteiligung an Open USD, während der Stablecoin mit einem behaupteten Netzwerk aus mehr als 140 Partnern unter Druck gerät. Der Streit berührt auch den Wettbewerb mit USDT und USDC.

Samsung weist Open-USD-Deal nach Behauptung über 140 Partner zurück

Wichtigste Erkenntnisse

  • Samsung Electronics und mehrere große koreanische Finanzakteure bestreiten formelle Verbindungen zu Open USD.
  • Open Standard stellte Open USD mit einer behaupteten Allianz von mehr als 140 Unternehmen vor, darunter 13 koreanische Einheiten.
  • Die Dementis stellen die Glaubwürdigkeit des Partnernetzwerks infrage und haben auch Bedeutung für den Wettbewerb im Stablecoin-Markt.

Samsung Electronics und mehrere große koreanische Finanzakteure weisen formelle Verbindungen zu Open USD zurück. Der an den Dollar gekoppelte Stablecoin war diese Woche mit einer angeblichen Allianz von mehr als 140 Unternehmen gestartet. Die Reaktionen werfen nun Fragen zur Glaubwürdigkeit einer der größten Partnerlisten auf, die der Stablecoin-Markt bislang gesehen hat.

Koreanische Namen distanzieren sich

Open Standard hatte Open USD am 30. Juni vorgestellt und den beteiligten Parteien gebührenfreies Minting sowie einen Anteil an den Erträgen aus den Reserven in Aussicht gestellt. Auf der Liste stehen große Namen wie Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock und Coinbase, aber auch 13 koreanische Einheiten, darunter Samsung Electronics, Dunamu, Shinhan Financial Group und K Bank.

Schon wenige Tage später rückten mindestens vier dieser Parteien öffentlich von der Darstellung ab. Laut Chosun Biz erklärte ein Samsung-Sprecher, es habe keine offiziellen Gespräche gegeben und das Unternehmen habe nicht einmal gewusst, welche Rolle es im Konsortium haben sollte. Shinhan, Dunamu und KBank teilten demnach mit, Open Standard habe lediglich angefragt, ob sie teilnehmen wollten, ihre Namen seien anschließend aber trotzdem als Mitglieder aufgeführt worden.

Eine weitere genannte Partei reagierte ähnlich und sagte, sie sei überrascht gewesen, aus den heimischen Nachrichten zu erfahren, dass sie als Mitglied aufgenommen worden sei.

Warum das den Stablecoin-Markt betrifft

Die Debatte ist deshalb relevant, weil Open USD nicht nur auf Markenbekanntheit setzt, sondern auch auf ein Revenue-Sharing-Modell, bei dem Erträge aus den Reserven an die Teilnehmer zurückfließen. Das unterscheidet den Ansatz von stärker issuer-zentrierten Stablecoins wie USDC und USDT und macht die tatsächliche Zusammensetzung des Partnernetzwerks umso wichtiger für die Glaubwürdigkeit des Produkts.

Hinzu kommt ein ungünstiges Timing. Der Stablecoin-Markt wird weiterhin von Tether und USD Coin dominiert, die zusammen mehr als 80 Prozent eines Marktes von rund $311 Milliarden (€272 Milliarden) kontrollieren, laut DefiLlama-Daten. Open USD will hier eine Alternative bieten, doch die Dementis aus Südkorea zeigen, dass die Frage, wer tatsächlich an Bord ist, mindestens so wichtig ist wie die Ankündigung selbst.

Wettbewerb und Regulierung

Der Start von Open USD fügt sich in einen breiteren Wettbewerb um Distribution und institutionelle Unterstützung ein. Visas eigene Stablecoin-Strategie zeigt, wie große Zahlungsnetzwerke in diesem Markt zunehmend Position beziehen, während Stripe zuvor bereits $1,1 Milliarden (€1 Milliarden) für Bridge gezahlt hat, das Krypto-Unternehmen von Open-Standard-Chef Zach Abrams.

Gleichzeitig bleibt die Regulierung von Stablecoins weltweit zersplittert. Unterschiedliche Jurisdiktionen arbeiten mit abweichenden Definitionen und Anforderungen, was den Rollout und die Integration neuer Stablecoins erschweren kann. Für südkoreanische Unternehmen kommt hinzu, dass die Debatte über einen an den Won gekoppelten Stablecoin noch nicht abgeschlossen ist, während die heimischen Krypto-Regeln strenger werden.


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