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Saylor stellt Strategy mit Optionsdaten neben die Mag 7

Saylor verweist auf die hohe Optionsaktivität rund um MSTR, während Strategy mit 847.363 Bitcoin und einer neuen Kapitalpolitik weiter auf das BTC-Sentiment setzt.

Saylor stellt Strategy mit Optionsdaten neben die Mag 7

Wichtigste Erkenntnisse

  • Michael Saylor stellt Strategy auf Basis von Optionsdaten neben die Magnificent 7 und nennt MSTR die „MoST inteResting“ Aktie.
  • Strategy hält 847.363 Bitcoin, das sind mehr als 4 Prozent des umlaufenden Angebots, während sich der Kurs stark an BTC orientiert.
  • Die Aktie schwankte Anfang Juli stark nach einer neuen Kapitalpolitik, während die Quartalszahlen am 30. Juli zum ersten echten Test werden.

Michael Saylor rückt Strategy einmal mehr in den Fokus der Wall Street. Diesmal stützt er den Vergleich mit den Magnificent 7 auf Optionsdaten. Die Aussage kommt in einer Phase, in der sich MSTR zwar von den jüngsten Tiefständen erholt hat, die Nachhaltigkeit der Bewegung aber weiter davon abhängen dürfte, wie sich Bitcoin entwickelt.

Optionen dominieren das Bild

Am 2. Juli veröffentlichte Saylor eine Grafik, in der er Strategy als die „MoST inteResting“ Aktie bezeichnete - eine Anspielung auf den Ticker MSTR. Im Mittelpunkt des Vergleichs steht nicht die reine Kursentwicklung, sondern die Derivateaktivität: Laut der Grafik entspricht das Open Interest in MSTR-Optionen 71,9 Prozent der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Damit liegt Strategy deutlich über den großen Tech-Werten aus den Mag 7.

Tesla kam in dieser Gegenüberstellung mit 15,8 Prozent am nächsten, gefolgt von Meta mit 10,8 Prozent. Die übrigen Mitglieder der Gruppe lagen noch darunter. Allerdings handelt es sich nur um eine Momentaufnahme aus der eigenen Darstellung von Strategy, sodass sich die Relationen rasch verschieben können.

Bitcoin bleibt der Kern

Dass MSTR so eng mit Bitcoin korreliert, ist kein Zufall: Strategy hat seine Börsennotierung faktisch zu einem Hebel auf die Kryptowährung gemacht. Nach Angaben von S&P Global liegt das Beta der Aktie bei 3,54. Das unterstreicht, wie stark der Kurs auf Bewegungen bei BTC reagiert. Entsprechend wird Strategy am Markt häufig als börsennotiertes Vehikel für Bitcoin-Exposure eingeordnet.

Die jüngste Meldung zeigt, dass das Unternehmen 847.363 Bitcoin hält, also mehr als 4 Prozent des umlaufenden Angebots. Insgesamt hat Strategy dafür $64,1 Milliarden (€56,2 Milliarden) ausgegeben, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von $75.646 (€66.400) je Coin. Auf Basis eines Bitcoin-Kurses von rund $61.760 (€54.200) ist dieser Bestand derzeit etwa $54 Milliarden (€47,4 Milliarden) wert. Zudem wurde das Unternehmen 2024 in den Nasdaq-100 aufgenommen, was die gestiegene Marktrelevanz und Sichtbarkeit der Bitcoin-Strategie unterstreicht.

Neue Kapitalstrategie unter Druck

Anfang Juli erhielt die Aktie von MSTR zunächst Rückenwind durch den neuen Kapitalansatz des Unternehmens. Am Montag legte der Titel nach der Ankündigung einer überarbeiteten Kapitalpolitik um 12,5 Prozent zu. Am Dienstag gab er jedoch wieder um 6,2 Prozent auf $86,93 (€76) nach, nachdem TD Cowen das Kursziel von $400 (€351) auf $260 (€228) gesenkt hatte. Am Donnerstag folgte dann erneut ein Plus von mehr als 7 Prozent, womit die Aktie wieder über $100 (€88) kletterte.

Der neue Ansatz sieht vor, $2,55 Milliarden (€2,2 Milliarden) an Cash vorzuhalten. Das reicht laut Unternehmen für 17,4 Monate an Preferred Dividends und Zinsen. Zusätzlich erhielt Strategy Spielraum für Bitcoin-Verkäufe von bis zu $1,25 Milliarden (€1,1 Milliarden) sowie für $2 Milliarden (€1,8 Milliarden) an Buybacks. CEO Phong Le beschrieb das als bewusste Abkehr von einem reinen Einbahnmodell der Kapitalaufnahme hin zu aktivem Kapitalmanagement. Parallel dazu senkten Citi, TD Cowen und BTIG ihre Kursziele, während die Rosen Law Firm eine Securities-Klage einreichte.

Die stärkere Flexibilität folgt auf Kritik, das Unternehmen könne mit der neuen Politik zusätzliche Volatilität in den Markt bringen, weil es nun auch gezielt Bitcoin verkaufen kann, um Verpflichtungen zu bedienen. Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil Strategy weiterhin zu den klarsten börsennotierten Stimmungsindikatoren für Bitcoin zählt. Hält sich BTC über $60.000 (€52.600), könnte das die neue Politik stützen. Die Quartalszahlen am 30. Juli dürften jedoch der erste echte Belastungstest für diesen Ansatz werden.


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