Bitcoin-ETF-Zuflüsse kehren nach zehn Tagen Abfluss zurück
Fidelitys FBTC zog die meisten Zuflüsse an, während BlackRocks IBIT Abflüsse verzeichnete. Die Kehrtwende folgt auf zehn Tage Verkaufsdruck und rückt Bitcoin wieder um 61.700 US-Dollar in den Fokus.

Wichtigste Erkenntnisse
- US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag Zuflüsse von $221,7 Millionen und damit den stärksten Handelstag seit zwei Monaten. Zugleich endete eine Serie von zehn Tagen mit Nettoabflüssen.
- Fidelitys FBTC führte mit $165,96 Millionen die Zuflüsse an. BlackRocks IBIT bewegte sich dagegen gegen den Trend und verzeichnete Abflüsse von $40,43 Millionen.
- Trotz der Erholung bleibt das Jahr 2026 bislang schwach: Der Nettoabfluss liegt bei $5,4 Milliarden. Bitcoin kletterte derweil wieder auf rund $61.700.
Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs haben am Donnerstag Zuflüsse von $221,7 Millionen (€194 Millionen) verbucht. Das war der stärkste Tag seit zwei Monaten und beendete eine Phase von zehn Handelstagen mit Nettoabflüssen. Am insgesamt schwachen Jahresbild ändert das allerdings vorerst wenig.
Fidelity zieht den Karren
Den größten Beitrag leistete Fidelitys FBTC mit Zuflüssen von $165,96 Millionen (€146 Millionen). Dahinter folgten ARKB mit $91,84 Millionen (€80,6 Millionen) sowie HODL mit $4,35 Millionen (€3,8 Millionen). Gegen den Trend entwickelte sich BlackRocks IBIT, der größte Bitcoin-ETF der Welt, der Abflüsse von $40,43 Millionen (€35,5 Millionen) verzeichnete.
Die Entwicklung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil IBIT und FBTC im Jahr 2026 häufig den Großteil der ETF-Ströme auf sich vereint haben. Wenn diese Konzentration zeitweise nachlässt, gibt das einen Hinweis darauf, wie breit die Nachfrage institutioneller Anleger in diesem Moment tatsächlich aufgestellt ist.
Abflüsse bleiben dominant
Der Zufluss vom Donnerstag beendet eine Phase, in der per saldo $2,73 Milliarden (€2,4 Milliarden) aus den Fonds abgeflossen sind. Für das laufende Jahr 2026 steht damit weiterhin ein Nettoabfluss von $5,4 Milliarden (€4,7 Milliarden) zu Buche. Das ist ein deutlicher Gegensatz zu den starken Monaten zu Jahresbeginn.
Im April kamen bei Bitcoin-ETFs noch netto $2,44 Milliarden (€2,1 Milliarden) zusammen. Das war bis dahin der beste Monat des Jahres. Im Juni drehte sich das Bild dann deutlich: Mit einem Rekord-Nettoabfluss von mehr als $4,5 Milliarden (€3,9 Milliarden) war es der schwächste Monat seit dem Start der Fonds im Januar 2024.
Signal für den Kryptomarkt
Für Bitcoin kommt die Entwicklung zur rechten Zeit. Die Kryptowährung hat sich wieder auf etwa $61.700 (€54.100) erholt, nachdem sie Anfang der Woche unter $58.000 (€50.900) gefallen war und damit den niedrigsten Stand seit 21 Monaten erreicht hatte. Marktteilnehmer werten anhaltende Zuflüsse in Bitcoin-ETFs oft als wichtiges Signal für eine breitere Bull Run-Phase, auch wenn ein einzelner Erholungstag dafür noch nicht ausreicht.
Inzwischen halten die ETFs rund 1,29 Millionen bis 1,3 Millionen BTC. Das entspricht etwa 6% bis 7% des gesamten Angebots. Damit wird deutlich, welche Rolle diese Produkte inzwischen für Preisbildung und Liquidität rund um Bitcoin spielen.