SEC reicht Anklagen gegen Gemini und Genesis ein
Die US-Börsenaufsicht SEC hat sowohl Genesis als auch Gemini wegen unverregistrierter Wertpapiergeschäfte angeklagt.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat sowohl Genesis als auch Gemini wegen unverregistrierter Wertpapierangebote und -verkäufe an Kleinanleger über das Krypto-Verleiheprogramm Gemini Earn angeklagt.
In einer Pressemitteilung kündigte die Securities and Exchange Commission (SEC) an, dass sie eine Anklage wegen des unver registrierten Angebots und Verkaufs von Wertpapieren an Kleinanleger über das Verleihprogramm Gemini Earn erhebt.
"Bei Untersuchungen zu weiteren Verstößen gegen Wertpapiergesetze und zu anderen Entitäten und Personen im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Fehlverhalten laufen sie weiter", schrieb die SEC.
Das Earn-Programm entstand 2020 aus einer Zusammenarbeit zwischen der Kryptobörse Gemini und dem Lending-Arm Genesis, einer Tochtergesellschaft der Digital Currency Group (DCG). Anleger sollten hier ihre Kryptowährungen einzahlen können, um Zinsen zu generieren.
"Wir behaupten, dass Genesis und Gemini unverregistrierte Wertpapiere der Öffentlichkeit angeboten und dabei die Offenlegungspflichten umgangen haben, die dem Schutz der Anleger dienen sollen", sagte SEC-Chair Gary Gensler.
Das Earn-Programm wurde aufgrund eines Streits zwischen den Unternehmen über Kundengelder beendet. Vermögenswerte der Kryptobörse im Gesamtwert von 900 Millionen Dollar sind nach einer Auszahlungsblockade bei der Tochtergesellschaft von DCG festgefroren.
"Die Anklagen heute bauen auf frühere Schritte auf, um den Markt und die Anlegeröffentlichkeit deutlich zu machen, dass Krypto-Uitleihenplattformen und andere Vermittler unseren bestehenden Wertpapiergesetzen unterliegen müssen. Das schützt die Anleger am besten", so Gensler.
Gemini-Mitgründer Cameron Winklevoss hat DCG-CEO Barry Silbert bereits zum Rücktritt aufgefordert.