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SEC setzt Krypto-Regel für Juli auf die Agenda

Die Aufsicht arbeitet an Regulation Crypto mit Ausnahmen für Entwickler sowie mehr Klarheit bei tokenisierten Securities und Custody.

SEC setzt Krypto-Regel für Juli auf die Agenda

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die SEC will noch in diesem Monat Regulation Crypto vorlegen, eine neue Regel, die Krypto-Unternehmen in zentralen Punkten von bestehenden Wertpapierregeln entlasten soll.
  • Vorgesehen sind unter anderem befristete Ausnahmen, Spielraum für Fundraising und ein Safe Harbor für Emittenten von Securities.
  • Die Agenda zeigt außerdem Arbeit an Custody, Krypto-Marktstruktur und tokenisierten Securities im US-Aufsichtsrahmen.

Die US-Börsenaufsicht SEC will noch in diesem Monat eine neue Krypto-Regel auf den Weg bringen, die Krypto-Unternehmen in wichtigen Punkten von bestehenden Wertpapierregeln ausnehmen soll. Der Plan mit dem Namen Regulation Crypto steht auf der aktualisierten Agenda der Behörde und könnte zu den ersten größeren Krypto-spezifischen Vorstößen unter Vorsitz von Paul Atkins gehören.

Was Regulation Crypto vorsieht

Laut der Agenda geht es um zeitlich begrenzte Ausnahmen von der Registrierung für Entwickler, die erstmals Krypto-Investmentverträge anbieten. Außerdem soll die Regel einen gewissen Spielraum für Fundraising schaffen und einen Safe Harbor für Emittenten vorsehen, die sich aus der aktiven Steuerung eines Securities zurückziehen. Diese Eckpunkte hatte Atkins bereits im März skizziert.

Zusätzlich hat die SEC Anfang des Jahres eine erste Taxonomie veröffentlicht, um klarer festzulegen, wie digitale Assets für regulatorische und jurisdiktionelle Zwecke eingeordnet und behandelt werden. In diesem größeren Zusammenhang arbeitet die Aufsicht auch an einem Rahmen für tokenisierte Securities, also an einem Bereich, in dem die Abgrenzung zwischen klassischen Wertpapieren und Onchain-Produkten immer wichtiger wird.

Warum das jetzt relevant ist

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem interessant, dass die SEC damit offenbar nicht nur einzelne Leitlinien veröffentlicht, sondern auf eine formelle Regel hinarbeitet. Das ist relevant, weil eine echte Rule mehr Verbindlichkeit bietet als bloße Staff Statements und von einer neuen Führung später schwerer zurückgedreht werden kann. Die Agenda zeigt zudem, dass die US-amerikanische Aufsicht parallel auch Custody und die Krypto-Marktstruktur prüft. Das könnte in den kommenden Monaten für mehr Klarheit darüber sorgen, wie der Markt in den USA organisiert wird.

Breiter regulatorischer Rahmen

Auffällig ist der Zeitpunkt, weil das Gesetzesvorhaben zur Krypto-Marktstruktur im Kongress festhängt. Gleichzeitig bleibt die SEC für die Branche eine der wichtigsten Quellen regulatorischer Orientierung, zumal die Behörde auch versucht, die verschiedenen Teile des Aufsichtsrahmens besser aufeinander abzustimmen. Nach der breiteren Lesart der SEC fallen nur digitale Securities grundsätzlich unter das Wertpapierrecht, während Commodities, digitale Collectibles, digitale Tools und Stablecoins in diesem Ansatz anders eingeordnet werden.

Atkins sagte am Dienstag, die USA sollten die Krypto-Hauptstadt der Welt werden, und die SEC wolle Innovation unterstützen, indem mehr Produkte onshore angeboten werden. Er verwies dabei auch auf mehr Klarheit darüber, wie Marktteilnehmer tokenisierte Securities onchain verwahren und handeln können. Die SEC Crypto Task Force, die im Januar 2025 gegründet wurde, soll dabei helfen, einen klareren Rahmen für digitale Assets auszuarbeiten, unter anderem mit Blick auf den Token-Status und Standards für Krypto-Exchange-Traded-Products.

Die Blockade rund um die Clarity Act macht deutlich, warum die SEC nun selbst Tempo machen will: Solange der Kongress keinen breiten Rahmen für die Marktstruktur verabschiedet, bleibt die Aufsicht eine der wenigen Stellen, die der Branche kurzfristig Orientierung geben kann.


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