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SpaceX fällt unter den IPO-Preis, Meta ist der passendere Vergleich

Der Kursrückgang rückt den Unlock im August und die ersten Quartalszahlen am 4. August noch stärker in den Fokus. Der Vergleich mit Meta zeigt, wie stark Bewertung und Kontrolle des Unternehmens ins Gewicht fallen.

SpaceX fällt unter den IPO-Preis, Meta ist der passendere Vergleich

Wichtigste Erkenntnisse

  • SpaceX schloss vergangene Woche bei rund 115 $, also etwa 15 % unter dem IPO-Preis von 135 $ und fast 49 % unter dem Hoch aus dem Juni.
  • Am 4. August veröffentlicht SpaceX erstmals Ergebnisse, danach könnten bis zu 911,5 Millionen Aktien frei handelbar werden.
  • Meta gilt als besserer Vergleich als Tesla, wegen des starken Hypes, der hohen Bewertung und der doppelten Aktienstruktur beim Börsengang.

SpaceX notiert inzwischen unter dem Preis seines Börsendebüts. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob es sich nur um eine Zwischenkorrektur handelt oder ob der Kurs weiter unter Druck bleiben könnte. Die Aktie beendete die vergangene Woche bei rund 115 $ (101 €) und lag damit etwa 15 % unter den 135 $ (119 €), zu denen das Unternehmen am 12. Juni an den Markt ging. Für Anleger, die zum ersten Handelstag eingestiegen sind, steht damit ein Minus zu Buche, während im August ein wichtiger Unlock bevorsteht.

Vom starken Start zum deutlichen Rückgang

SpaceX platzierte 555,6 Millionen Aktien zu je 135 $ (119 €) und nahm damit fast 75 $ Milliarden (65,9 € Milliarden) ein. Schon dadurch war das Listing außergewöhnlich groß und bewertete das Unternehmen mit rund 1,77 $ Billionen (1,6 € Billionen). Die ersten Handelstage verliefen noch sehr stark: Der Kurs startete bei 150 $ (132 €), schloss den ersten Tag bei rund 161 $ (141 €) und erreichte am 16. Juni sogar 225,64 $ (198 €).

Anschließend kippte die Stimmung. Am 22. Juli gab die Aktie um 6,7 % auf 115,26 $ (101 €) nach und lag damit fast 49 % unter dem Hoch aus dem Juni. Laut dem Prospekt und den späteren Handelsniveaus ist die Marktbewertung inzwischen auf etwa 1,52 $ Billionen (1,3 € Billionen) zurückgegangen. Im Vorfeld belasteten mehrere Faktoren die Stimmung, darunter Verzögerungen bei Starship, neue Finanzierung beim Rivalen Blue Origin und die Meldung, dass China einen Long-March-10B-Booster erfolgreich gelandet hat.

Der August könnte das Bild drehen

Für die kommenden Wochen ist nicht nur die jüngste Kursentwicklung relevant. SpaceX legt am 4. August erstmals Zahlen vor, und zwei Handelstage später könnten viele Aktien frei handelbar werden. Das Unternehmen hat den Lock-up an die Veröffentlichung der Ergebnisse geknüpft, sodass nach dem Earnings-Release insgesamt bis zu 911,5 Millionen Aktien freigegeben werden könnten.

Ein zweiter Block von 455,8 Millionen Aktien wird nur dann freigegeben, wenn der Kurs an fünf von zehn Tagen bis zum Earnings-Termin 30 % über dem IPO-Preis schließt, also bei 175,50 $ (154 €). Bei einem Kurs von rund 115 $ (101 €) ist dieses Szenario derzeit weit entfernt. Damit entfällt bereits etwa die Hälfte des erwarteten Angebots im August, was den Verkaufsdruck am Markt etwas abfedern könnte.

Warum Meta hier besser passt

Der Vergleich mit Tesla wirkt diesen Zahlen zufolge weniger treffend, als oft angenommen wird. Teslas Börsengang war deutlich kleiner und stand für eine klassischere Wachstumsphase, während SpaceX mit einer viel höheren Bewertung und einer deutlich größeren Kapitalrunde an den Markt kam. Meta, damals noch Facebook, scheint als Referenz passender, weil das Unternehmen 2012 ebenfalls mit viel Hype an die Börse ging und der Gründer über eine doppelte Aktienstruktur die Kontrolle behielt.

Für europäische Krypto- und Tech-Beobachter ist vor allem relevant, dass solche Lock-up-Momente oft mehr über das Vertrauen früher Anleger aussagen als über die langfristige Story selbst. Bei SpaceX kommt hinzu, dass die Bewertung nicht nur auf Hype beruht, sondern auch auf der Größe von Starlink und den Raketenaktivitäten. Genau deshalb dürften die kommenden Zahlen und der Unlock im August zu einem wichtigen Test dafür werden, wie der Markt diese Mischung aus Wachstum, Kontrolle und Liquidität einordnet.


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