Kraken entlässt Hunderte von Mitarbeitenden
Die amerikanische Kryptobörse Kraken hat in den letzten Monaten Hunderte Mitarbeitende in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens entlassen.

Die amerikanische Kryptobörse Kraken hat in den letzten Monaten Hunderte Mitarbeitende in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens entlassen. Das meldet CoinDesk basierend auf Quellen, die mit der Situation vertraut sind.
Die Entlassungsrunde scheint Teil der Vorbereitungen auf einen möglichen Börsengang zu sein. Ende Oktober letzten Jahres soll Kraken rund 400 Mitarbeitende entlassen haben, was etwa 15 Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht.
Laut einer der Quellen werde dort „aggressiv in allen Bereichen des Unternehmens geschnitten“, mit dem Ziel, die Profitabilität und insbesondere das EBITDA (Gewinn vor Zins, Steuern und Abschreibungen) zu verbessern. Die aktuellen CEOs, Arjun Sethi und David Ripley, hätten nach dem Weggang des Gründers Jesse Powell im Jahr 2023 betont, dass das Unternehmen „schlanker und schneller“ werden müsse.
Kraken gilt als eine der wichtigsten Kandidaten für einen Börsengang, neben dem Stablecoin-Anbieter Circle (bekannt von USDC). Die Kryptobörse hält jedoch noch alle Optionen offen und hat noch keinen Zeitplan veröffentlicht.
In der Zwischenzeit setzt Kraken weiterhin auf Wachstum. Um die Einnahmen vor einem möglichen Börsengang zu steigern, hat das Unternehmen kürzlich die Derivateplattform Ninja Trader übernommen. Außerdem wurde angekündigt, dass Kraken bald den Handel mit Aktien und ETFs ermöglichen wird — ein klarer Schritt in Richtung der traditionellen Finanzwelt.
Das breitere Ziel des Unternehmens ist es, eine Brücke zwischen traditionellem Investieren und dem aufkommenden, kryptogetriebenen Finanzsystem zu schlagen.