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Strategy startet Rückkäufe über 2 Milliarden Dollar und öffnet Bitcoin-Verkaufsoption

Die neue Kapitalpolitik verschafft Strategy Spielraum für Rückkäufe und einen möglichen BTC-Verkauf, während die größte Unternehmensposition in Bitcoin bestehen bleibt. Der Markt reagierte sofort auf MSTR, STRC und den Bitcoin-Preis.

Strategy startet Rückkäufe über 2 Milliarden Dollar und öffnet Bitcoin-Verkaufsoption

Wichtigste Erkenntnisse

  • Strategy hat ein neues Digital Credit Capital Framework vorgestellt, um Preferred Securities zu stützen, die Bilanz flexibler zu machen und Bitcoin langfristig zu halten.
  • Der Vorstand genehmigte bis zu 1 Milliarde Dollar an Rückkäufen von Digital Credit Securities und 1 Milliarde Dollar an Buybacks von Class-A-Aktien, ohne festes Enddatum.
  • Strategy darf im Rahmen des Bitcoin Monetization Program Bitcoin verkaufen, um Reserven aufzufüllen, Dividenden zu zahlen oder Repurchases zu finanzieren.

Strategy hat am Montag ein neues Digital Credit Capital Framework vorgestellt. Dahinter steht ein Bündel an Kapitalmaßnahmen, das die Preferred Securities stützen, die Bilanz flexibler machen und die Bitcoin-Position des Unternehmens langfristig absichern soll. Strategy verknüpft damit mehr Liquiditätsspielraum mit der eigenen BTC-Treasury-Strategie, ohne sich von ihr abzuwenden.

Neue Kapitalstruktur

Bereits zuvor hatte das Unternehmen eine vom Vorstand genehmigte US-Dollar-Reservepolitik eingeführt und die jährliche Dividendenrendite der Variable Rate Series A Perpetual Stretch Preferred Stock, STRC, für Dividendenperioden ab dem 1. Juli auf 12 % angehoben. Nach Angaben von Strategy beläuft sich die Dollarreserve inzwischen auf rund 2,55 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro). Damit sollen etwa 17,4 Monate an Verpflichtungen für Preferred-Dividenden und Zinsen abgedeckt sein.

Zusätzlich hat der Vorstand Rückkäufe von bis zu 1 Milliarde Dollar (0,9 Milliarden Euro) an Digital Credit Securities sowie weitere 1 Milliarde Dollar (0,9 Milliarden Euro) an Buybacks von Class-A-Stammaktien genehmigt. Es handelt sich dabei um eine Ermächtigung, nicht um eine Verpflichtung. Die Programme haben kein festes Enddatum und können jederzeit angepasst, ausgesetzt oder beendet werden. Laut Strategy hängen mögliche Rückkäufe von den Marktbedingungen und davon ab, ob sie einen Mehrwert schaffen.

Bitcoin bleibt Kernreserve

Neu ist außerdem das Bitcoin Monetization Program. Es gibt Strategy die Möglichkeit, BTC zu verkaufen, wenn das Management dies für sinnvoll hält. Die Erlöse können genutzt werden, um die USD-Reserve aufzufüllen, Preferred-Dividenden und Zinsen zu bedienen oder Repurchases zu finanzieren. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass daraus keine Pflicht zum Verkauf von Bitcoin entsteht.

Strategy gilt seit August 2020 als größter Unternehmenshalter von Bitcoin und hält an dieser Linie fest, während die Kapitalstruktur aktiver gesteuert wird. Im Mai kaufte das Unternehmen zudem Zero-Coupon-Convertible-Notes im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) zurück. Dafür waren 1,38 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) nötig, um die Schulden mit einem Abschlag von 8 % abzulösen. Das zeigt, dass der Konzern seine Finanzierungsstruktur schon seit Längerem anpasst.

Der neue Ansatz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Markt die Verbindung zwischen dem Aktienkurs von Strategy und dem Wert der Bitcoin-Bestände besonders genau beobachtet. MicroStrategy-Bewertung fällt unter den Wert der Bitcoin-Bestände hatte zuvor beschrieben, wie diese Prämie verschwunden ist, was neue Aktienausgaben sensibler macht.

Warum das für Europa wichtig ist

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem relevant, dass einer der bekanntesten börsennotierten BTC-Käufer seine Treasury-Politik nun formeller mit Buybacks, Reserven und einem möglichen Bitcoin-Verkauf verknüpft. Strategy hielt Ende Mai rund 843.738 BTC, was einer Position von etwa 65,25 Milliarden Dollar (57,2 Milliarden Euro) entspricht. Deshalb bekommt jede Änderung in der Kapitalpolitik an den Kryptomärkten zusätzliche Aufmerksamkeit. Zugleich zeigt sich daran, wie stark die Grenze zwischen Softwareunternehmen, Finanzierungsvehikel und Bitcoin-Treasury inzwischen verschwimmt.

An der Börse wurde die Nachricht umgehend eingepreist: MSTR lag vorbörslich 6 % höher, STRC stieg um 9 % und Bitcoin notierte über 60.000 Dollar (52.600 Euro), bei rund 60.500 Dollar (53.100 Euro).


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