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Schweizer Franken, Gold und Bitcoin schneiden in Sparstudie unterschiedlich ab

Die Studie ordnet Bitcoin neben Gold und dem Schweizer Franken als Sparmittel ein, während der Dollar vor allem seine Rolle als Liquiditätswährung behält. Für die langfristige Kaufkraft bleibt am Ende die Inflation entscheidend.

Schweizer Franken, Gold und Bitcoin schneiden in Sparstudie unterschiedlich ab

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ein 55-jähriger Vergleich zeigt, dass es nicht die eine beste Währung zum Sparen gibt.
  • Der Schweizer Franken erwies sich als stärkste staatliche Währung, konnte mit der US-Inflation aber über längere Zeiträume meist nicht Schritt halten.
  • Gold bot langfristig Schutz, während Bitcoin hohe Renditen lieferte, allerdings auch mit deutlichen zwischenzeitlichen Rücksetzern.

Es gibt keine einzelne Währung, die sich in jeder Situation als beste Sparoption durchsetzt. Ein Test über 55 Jahre zeigt vielmehr, dass der US-amerikanische Dollar vor allem als Liquiditätswährung dient, Gold eher für den langfristigen Werterhalt steht und Bitcoin mit hohem Risiko, aber auch mit entsprechendem Aufwärtspotenzial verbunden ist. Der Schweizer Franken ging aus der Studie als stärkste staatlich ausgegebene Währung hervor, hielt mit der US-Inflation in den meisten langen Zeiträumen aber ebenfalls nicht mit.

Was der Test misst

Die Untersuchung betrachtet nicht nur Kursentwicklungen, sondern vor allem die Frage, welche Funktion Geld im Alltag und in Ausnahmesituationen erfüllt. Verglichen wurden sieben staatliche Währungen mit Gold und Bitcoin anhand von Kaufkrafterhalt, Einsatzfähigkeit in Krisen, maximalen Verlusten, Transportierbarkeit und der Möglichkeit, ohne vollständige Abhängigkeit von einer einzelnen Institution zu funktionieren.

Damit geht die Analyse deutlich über eine einfache Wechselkurstabelle hinaus. Eine Währung kann auf den ersten Blick stabil wirken und trotzdem an Kaufkraft verlieren. Umgekehrt kann ein Asset starke Renditen liefern und dennoch als Notfallreserve ungeeignet sein. Für Sparer ist deshalb vor allem entscheidend, welche Aufgabe das Geld erfüllen soll und nicht, welches Instrument pauschal gewinnt.

Dollar, Gold und Bitcoin

In der Studie bleibt der Dollar vor allem das praktische Geld für den laufenden Einsatz. Das hängt mit dem tiefen Markt, seiner Rolle als globale Reservewährung und der breiten Akzeptanz im Handel, bei Schulden und als kurzfristige Liquiditätsquelle zusammen. Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass Dollar-Cash langfristig nur begrenzt vor Inflation schützt.

Gold schneidet dagegen als Absicherung über längere Zeiträume deutlich besser ab. Das Edelmetall konnte die Kaufkraft häufiger bewahren als die meisten Fiat-Währungen und profitiert von seinem Status als knappes Asset ohne zentrale Emittentin. Gerade im Schweizer Kontext ist das bemerkenswert: Das Land gilt seit Jahrzehnten als sicherer Hafen, weist eine niedrige Inflationshistorie auf und eine Zentralbank, die weiterhin erhebliche Goldreserven hält.

Bitcoin erzielte im kürzeren Test ab Ende 2013 die höchste Rendite, allerdings begleitet von heftigen zwischenzeitlichen Einbrüchen. Laut Studie lag die Kryptowährung in vier verfügbaren 10-Jahres-Fenstern jeweils über der US-Inflation, auch wenn die Stichprobe klein ist. Für Spargeld, das kurzfristig verfügbar bleiben muss, bleiben diese Drawdowns ein erhebliches Risiko.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Leser zeigt die Analyse, warum Bitcoin zwar häufig mit Gold verglichen wird, aber nicht dieselbe Funktion wie Bargeld erfüllt. Wer in Euro lebt, sollte zunächst die Währung berücksichtigen, in der die laufenden Ausgaben anfallen, und erst danach über Alternativen für die langfristige Aufbewahrung nachdenken. Dadurch wird die Sparfrage weniger ideologisch und stärker an der praktischen Nutzung ausgerichtet.

Die Studie passt außerdem zu einem breiteren Trend: Digitale Dollar-Produkte wie Stablecoins und tokenisierte Treasuries vergrößern die Rolle des Dollars auf Blockchain-Netzwerken. Das verändert die Funktion des Dollars nicht grundlegend, zeigt aber, dass traditionelle Geldströme und Krypto immer häufiger über dieselbe Infrastruktur laufen.


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